Der 56. Grimme-Preis: «Joko & Klaas», «Prince Charming» und Skys «Der Pass» zählen zu den ...

Die bildundtonfabrik gewinnt einen weiteren Grimme-Preis – dieses Mal für die Netflix-Serie «How to Sell Drugs Online (Fast)».

Die Entscheidung ist gefallen: Die Grimme-Preis-Jury hat getagt und bestimmt, welche Formate dieses Jahr den prestigeträchtigen Preis für besondere Leistungen im Fernsehen entgegennehmen dürfen. Unter anderem darf sich das Team der Florida TV über einen Preis für Joko & Klaas Live freuen. Die erste Staffel der 15 Liveminuten, die sich Joko und Klaas bei Joko & Klaas gegen ProSieben erspielt haben und die schon für ihre starken Statements für mehr Menschlichkeit bereits mit einer Quotenmeter.de-Ehrentasse ausgezeichnet wurde, gehört zu den drei Preisträgern im Wettbewerb Unterhaltung.

Ebenfalls prämiert werden die probono-TV-Produktion Chez Krömer des rbb, die erst diese Woche ausführlich bei Late Night Berlin beworben wurde. Die Grimme-Jury bezeichnet die Sendung als akribisch vorbereitetes Kunststück und erläutert weiter: "Chez Krömer ist ein durch und durch ungewöhnliches Format, das Erkenntnisse liefert, die so im herkömmlichen Fernsehen höchst selten im Angebot sind." Und auch die Datingshow Prince Charming erhält einen Grimme-Preis. Die Jury erklärt ihre Entscheidung: "Dank der Unbefangenheit, die ein Format so nur in seiner Debütstaffel haben kann, brechen sich in Prince Charming immer wieder unerwartet Momente echter Gefühle und echter Verbundenheit Bahn."

Im Wettbewerb Fiktion geht ein Grimme-Preis an Sky und die Produktionsfirma Wiedemann & Berg für die düstere Mystery-Krimiserie Der Pass. Auch die bereits eingestellte Netflix-Serie Skylines zählt zu den Gwinnern, genauso wie der Fernsehfilm Hanne mit Iris Berben. Der NDR und arte verantworteten den Film. Ein Spezialpreis geht an das Konzept einer europäischen Erzählung in Eden. Die arte-Sendung wird von der Jury für ihre komplexe Weltsicht gelobt: "Autor Constantin Lieb und Autor und Regisseur Dominik Moll sowie die Produzenten Felix von Boehm und Jan Krüger zeigen mit Eden ein vielschichtiges Bild aus Hoffnung, Verzweiflung, Unsicherheit und der Gewissheit, dass es bloß Zufall ist, auf welcher Seite einer Grenze man geboren wurde. Damit ist die Serie auch ein exzellentes Beispiel dafür, wie deutsches Fernseherzählen in der Gegenwart funktionieren sollte."

Im Wettbewerb Information & Kultur gehen die Preise an Die Unerhörten – Über den Landtagswahlkampf in der Prignitz, die Fracking-Doku Dark Eden, die NDR- und STRG_F-Doku SeaWatch3 und die erstmals im WDR gezeigte Doku Wie "Holocaust" ins Fernsehen kam. Der Grimme-Preis für die Besondere Journalistische Leistung geht an Georg Restle, stellvertretend für die gesamte Redaktion von Monitor. Im Wettbewerb Kinder & Jugend erhalten Bürger Lars Dietrich und Marti Fischer einen Preis für ihre Doppelmoderation der KiKA-Sendung Leider laut, weitere Preise gehen an Ab 18! Die Tochter von ... und die Netflix-Serie How to Sell Drugs Online (Fast).

Die Jury lobt an der btf-Produktion: "Auf sehr geschickte Weise spricht die Serie nicht nur thematisch, sondern auch in der Umsetzung ihr junges Zielpublikum an. Wiederkehrende Skip-Passagen, die in Richtung der 'Boomer'-Generation sticheln, bieten besonders kreative Identifikationsmomente für eine junge, internetaffine Zielgruppe". Der Publikumspreis der Maler-Gruppe geht letztlich an die von Ralf Husmann geschriebene Komödie Der König von Köln aus den Häusern Zeitsprung Pictures und Dreamtool Entertainment.
News / Vermischtes
03.03.2020 · 10:43 Uhr
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