DAX-Kanditat? Delivery Hero verdoppelt Bestellzahlen inmitten der Pandemie - Delivery Hero-Aktie auf Rekordhoch

Der Essenslieferdienst Delivery Hero setzt sein starkes Wachstum inmitten der Corona-Krise fort. Allein im Juni verdoppelte sich die Anzahl der Bestellungen. verzeichnete. Nach einem anfänglichen Einbruch im April habe das Auftragswachstum im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres auf 94 Prozent angezogen, teilte Delivery Hero mit. Allein im Monat Juni sei die Zahl der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 104 Prozent gestiegen. Der Bruttowarenwert (GMV) stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 64 Prozent.

Delivery Hero-Aktie als Corona-Profiteur - kommt der DAX-Aufstieg?

Der Höhenflug des DAX-Kandidaten Delivery Hero> an der Börse geht weiter. Am Freitag knackten die Papiere des Essenslieferanten im XETRA-Handel erstmals die runde Marke von 100 Euro und erklommen ein Rekordhoch von 105,15 Euro. Bei Analysten kamen die Eckdaten des Konzerns gut an, die Experten der Privatbank Berenberg rechnen nun sogar mit einer baldigen Anhebung der Prognose.

Die Papiere hatten sich bereits kurz nach dem Auftakt an die Spitze des MDAX gesetzt. Zum Börsenschluss gewannen sie 4,74 Prozent auf 102,65 Euro.

Der Anbieter Delivery Hero, der in mehr als 40 Ländern Bestellplattformen für Essen lokaler Anbieter betreibt, gilt als einer großen Profiteure der Corona-Pandemie. Denn während es Lockdowns bestellten viele Menschen wegen der möglichen Ansteckungsgefahr lieber ihr Essen direkt nach Hause, anstatt selbst in den Supermarkt zu gehen.

So verzeichnete das Unternehmen nach aktuellen Angaben im April zwar zunächst einen Einbruch, danach zog das Auftragswachstum aber deutlich an. Allein im Juni verdoppelte sich die Anzahl der Bestellungen, für das gesamte zweite Quartal ergab sich ein Auftragsplus von 94 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Diese starke Entwicklung spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, wobei schon vor der Corona-Krise die Wachstumspläne des Unternehmens bei den Börsianern gut ankamen und die Aktie in neue Höhen Euro katapultierten. Der Kurs geriet dann zwar im Sog des Corona-Börsencrashs ab Februar an der Börse zunächst unter Druck, erholte sich aber schnell. Seit dem März-Tief bei rund 50 Euro hat sich der Wert der Papiere bis zum heutigen Tag mehr als verdoppelt. Seit dem Jahresbeginn summiert sich das Plus auf fast 50 Prozent.

Mittlerweile knackte Delivery Hero beim Börsenwert die Marke von 20 Milliarden Euro. Das macht die Aktie neben dem Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise auch zum heißen Kandidaten für den DAX, da der in einen Bilanzskandal verstrickte insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard seinen Platz in der ersten Börsenliga sehr wahrscheinlich räumen muss.

Bei seinem Ende des Monats anstehenden Zwischenbericht dürfte nach Einschätzung von Berenberg-Analystin Sarah Simon Delivery Hero nun das Umsatzziel für 2020 auf 2,7 Milliarden Euro anheben. Bisher waren die Berliner von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro ausgegangen. Die Expertin zeigte sich von den Eckdaten deutlich positiv überrascht.

Mit diesen ersten Kennziffern übertraf Delivery Hero auch die Erwartungen von Analystin Monique Pollard von der US-Bank Citigroup. Sie zeigte sich vor allem vom Geschäft in Asien begeistert, das beachtlich gelaufen sei.

Während das Bankhaus Lampe nun davon ausgeht, dass auch das dritte Quartal für den Essensbringer ein starkes werden dürfte, hoben die Analysten der Schweizer Großbank UBS prompt ihr Kursziel auf 110 Euro an - womit sie den Anteilsscheinen gemessen am aktuellen Kurs noch knapp 7 Prozent Aufwärtspotenzial bescheinigen. Analyst Hubert Jeaneau lobte die hohe Geschäftsdynamik und den Zugewinn von Marktanteilen durch Delivery Hero.

Allerdings sieht der Experte kurzfristig einige Risiken bei der milliardenschweren Übernahme des südkoreanischen Unternehmens Woowa, die Delivery Hero im vergangenen Dezember angekündigt hatte. Denn der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern. Nachdem die Analysten der UBS anfangs mit einer wohlwollenden Haltung der koreanischen Wettbewerbshüter gerechnet haben, sieht Jeaneau die Chance nun eher bei 50 zu 50.

(dpa-AFX / Dow Jones)

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[finanzen.net] · 03.07.2020 · 17:57 Uhr
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