DAX geht nach schwankungsreichem Tag höher in den Feierabend

Der DAX zog zum Handelsstart deutlich an und notierte zeitweilig deutlich über der 10.000er-Marke. Zu diesem Zeitpunkt sah es danach aus, als könnte sich das Börsenbarometer über der psychologisch wichtigen 10.000-Punkte-Marke festsetzen. Am Nachmittag wurde die Volatilität immer größer und es ging kurzfristig in die Verlustzone. Die Abgaben konnten jedoch wieder aufgeholt werden und letztendlich verbuchte der DAX ein Kursplus von 1,22 Prozent auf 9.935,84 Punkte.

Eine erneute Achterbahnfahrt der Aktienkurse spiegelte am Dienstag die Unsicherheit an den Märkten wider.

Der Anlauf über die 10.000 Punkte ist wie schon vor einigen Tagen zum Ausstieg genutzt worden. Die Essener Nationalbank rät dazu, Erholungen am Aktienmarkt auch weiterhin zum Positionsabbbau zu nutzen. "In den nächsten Wochen werden eine Fülle von Prognoseänderungen und reduzierten Erwartungen sowohl auf volkswirtschaftlicher Ebene als auch bei den Unternehmensergebnissen zur weiteren Verunsicherung der Marktteilnehmer beitragen", sagte Frank Wohlgemuth, Anlagestratege des Hauses. Damit sei es für einen Einstieg oder einen Wiedereinstieg noch zu früh.

Die Analysten und Anlagestrategen der Investment-Banken rechnen nun bereits mit deutlich fallenden Unternehmensgewinnen im laufenden Jahr. In Europa rechneten die Strategen sogar mit einem Minus von 25 bis 45 Prozent, sagt Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank. Er verwies allerdings auch auf die Erwartung, dass sich die Gewinne 2021 auf beiden Seiten des Atlantiks deutlich erholen sollten. "Der Markt dürfte dies vorwegnehmen", so Stephan.

Etwas gestützt wurde die Stimmung zeitweise von chinesischen Wirtschaftsindikatoren, die sowohl für die Industrie als auch für den Dienstleistungsbereich schon wieder Wachstum anzeigen: "China zeigt als erstes Land, dass es ein Wirtschaftsleben nach der Coronakrise gibt", so Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC-Partner. Für Altmann ist dies ein starkes Comeback. Chinas Wirtschaft sei damit bereits wieder auf dem Weg zurück in die Normalität.

Der Einkaufsmanagerindex aus Chicago und auch das Verbrauchervertrauen haben weniger stark nachgegeben als befürchtet, was aber für keine größere Reaktion am Markt sorgte.

Hoffnung machte derweil auch der prozentuale Rückgang bei den Covid-19-Neuerkrankungen. So gibt es Szenarien der Universitäten Mainz und Hamburg, nach denen die Epidemie im Juni ihren Höhepunkt erreichen und bis August stark nachlassen könnte. Italien verzeichnete zuletzt trotz weiter hoher Opfer-Zahlen die geringste Anzahl neuer Fälle in fast zwei Wochen.

/ Dow Jones Newswires

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[finanzen.net] · 31.03.2020 · 17:36 Uhr
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