Daimler Truck und Konkurrenten formieren Wasserstoff-Allianz – ohne Subventionen wird nichts daraus

Wasserstoff-Allianz statt Subventions-Bürokratie
Daimler Truck, Volvo, Toyota Motor, Bosch, Air Liquide, TotalEnergies, Teal Mobility und MB Energy haben in Leinfelden-Echterdingen ein gemeinsames Vorhaben verkündet: ein europaweites Tankstellennetz für Wasserstoff aufzubauen und den Kraftstoff preislich konkurrenzfähig zu machen. Die Unternehmen kündigten an, am 15. September in Hannover weitere Details zu liefern.
Brennstoffzellen als Ergänzung, nicht als Ersatz
Die sieben Partner betreiben bereits gemeinsam den Brennstoffzellen-Hersteller Cellcentric mit Sitz in Kirchheim unter Teck. Ziel ist es, schwere Nutzfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb serienreif zu machen. Daimler Truck plant Ende 2026 mit einer Kleinserie von 100 wasserstoffbetriebenen Lkw in den Kundeneinsatz zu gehen.
Realität statt grüner Wunschträume
Batterieelektrische Lkw sind bei Daimler Truck bereits im Angebot, doch ihr Absatzanteil bleibt verschwindend gering. Auch Bosch vertreibt seit Jahren einen ausgezeichneten Brennstoffzellen-Antrieb für Lastwagen – die Nachfrage ist bisher überschaubar. Das zeigt: Technik allein reicht nicht, wenn der Preis nicht stimmt.
Koordinierte Wertschöpfung statt staatlicher Planwirtschaft
Die Allianz betont, dass ein funktionierendes Wasserstoff-Ökosystem die gesamte Wertschöpfungskette umfassen muss. Wer hier investiert, setzt auf marktwirtschaftliche Nachfrage, nicht auf politische Vorgaben. Genau das unterscheidet echte Innovation von grünen Fehlinvestitionen.
Der Steuerzahler bleibt außen vor
Kein Wort über Subventionen, Quoten oder staatliche Förderprogramme. Das ist erfreulich. Denn jeder Euro, den die Regierung in Stuttgart, Berlin oder Brüssel in Wasserstoff pumpt, fehlt an anderer Stelle – etwa bei Familien, die ihr Einkommen selbst erwirtschaften und sparen wollen. Der Markt wird entscheiden, ob Wasserstoff eine tragfähige Ergänzung zum Verbrenner wird oder nicht.

