Corona-Krise: Tesla liefert Masken und Beatmungsgeräte

• Tesla muss Produktion in Kalifornien stoppen
• Musk bietet Lieferung von Masken und Beatmungsgeräten an
• Produktion von größeren Mengen dürfte noch dauern

Das Coronavirus sorgt dafür, dass immer mehr Mitarbeiter - wenn möglich - von zu Hause arbeiten, Geschäfte werden geschlossen und Ausgangsbegrenzungen werden erlassen. Viele Unternehmen haben bereits ihre Produktion heruntergefahren oder gar gestoppt - so nun auch Tesla. Doch der US-Autobauer will nun mit Schutzmasken und Beatmungsgeräten aushelfen.

Tesla stoppt Produktion in Fremont

Vergangene Woche wurde bekannt, dass nun auch US-Elektroautobauer Tesla die Produktion in seinem Hauptwerk in Kalifornien, aufgrund der Corona-Krise stoppen muss. Nachdem das Büro des örtlichen Sheriffs, wie dpa berichtete, bereits am vergangenen Dienstagabend klargestellt habe, dass Teslas Betrieb kein unbedingt notwendiges Geschäft darstelle, das von der Ausgangssperre in der Region ausgenommen wäre, hatte Tesla zunächst weiterhin normal produziert. Nachdem sich dann die Polizeichefin eingeschaltet habe, stehen die Bänder seit Montag still. Musk erklärte zwar, dass er befürchte, dass durch die Panik um das Virus mehr Schaden entstehe als durch das Virus selbst, das Unternehmen teilte jedoch mit: "Wir halten uns an die gesetzlichen Vorschriften".

Lieferung von Masken und Atemgeräten

Die US-Autobauer General Motors und Ford gaben bereits vergangene Woche, nach ihren Produktionsstopps bekannt, zu prüfen, ob sie beim Kampf gegen das Coronavirus mit der Produktion von medizinischen Geräten unterstützen können. Und auch Elon Musk bot an Atemschutzgeräte zu fertigen, jedoch nur, sollte Knappheit bestehen.

Nun nimmt das Ganze, schneller als vielleicht erwartet, Form an. Wie teslamag.de berichtet, sei Tesla schon seit dem Wochenende dabei, die 250.000 Atemmasken, die das Unternehmen besitze, an Krankenhäuser zu verteilen. Bei den Masken dürfte es sich um N95-Masken handeln, die sowohl in der Industrie, als auch in der Medizin Anwendung finden. Und auch Beatmungsgeräte sollen bereits in dieser Woche rund 1.000 Stück verfügbar gemacht werden. Bis Tesla und SpaceX jedoch eine größere Anzahl an Beatmungsgeräten produzieren können, dürfte es noch acht bis zehn Wochen dauern, berichtet der Arzt Ezekiel Emanuel in einem Interview mit MSNBC, wobei er sich auf ein Gespräch mit Tesla-CEO Musk bezieht.

Derzeit werden überall sowohl Schutzmasken als auch Beatmungsgeräte dringend benötigt. Sollten Unternehmen, die nicht der Medizinbranche angehören, hier aushelfen können, würde dies im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus und bei der richtigen Versorgung der Patienten helfen. Auch hierzulande haben Autokonzerne wie Daimler und VW angekündigt, einen Teil ihrer Atemschutzmasken zur Verfügung zu stellen.

Ausland
[finanzen.net] · 24.03.2020 · 13:32 Uhr
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