Cloud-Geschäft im Visier: US-Wettbewerbshüter nehmen Amazon AWS unter die Lupe

• US-Kartellbehörde hat AWS im Visier
• Befragungen lassen Zweifel aufkommen
• Onlinehandel bereits auch auf dem Prüfstand

Einmal mehr steht E-Commerce-Riese Amazon unter Beobachtung der US-Wettbewerbshüter. Wie Bloomberg berichtet, hat es die US Federal Trade Commission diesmal auf die Amazon Web Services abgesehen.

Amazon Web Services wettbewerbswidrig?

Insider hätten verlautet, dass die Kartellbehörde Softwareunternehmen zu der Arbeit mit AWS befragt habe. Hintergrund ist, dass wettbewerbswidrige Vorgehen vermutet werden. Die Sorge der Federal Trade Commission könnte Bloomberg zufolge sein, dass Amazon seine Marktmacht ausnutzt und Konkurrenten, die mit AWS-Kunden zusammenarbeiten, benachteiligen. Ähnlich wie bereits bemängelt wird, dass Drittanbieter auf Amazons Onlinehandelsplattform, die womöglich von dieser abhängig sein könnten, mit Amazon-eigenen Produkten konkurrieren. Auch bei dem Cloud-Geschäft wird nun eine Störung des Wettbewerbs durch widrige Bevor- oder Benachteiligungen vor sich gehen könnten.

AWS dominiert das Cloud-Geschäft

Amazon dominiert mit seinem Cloud-Geschäft den Markt für grundlegende Cloud-Computing-Technologie - Unternehmen bezahlen dafür Geld, dass Amazon Speicherplatz und Rechenleistung zur Verfügung stellt. AWS trägt damit maßgeblich zu Amazons Geschäften bei. Amazon Web Services ist Schätzungen zufolge erheblich größer als der nächste Konkurrent - Microsofts Pendant Azure. Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, laut Bloomberg, dass AWS 48 Prozent am weltweiten Cloud-Geschäft für sich beansprucht und zahlreiche namhafte Unternehmen zu seinen Kunden zählen kann. So hat beispielsweise Vodafone kürzlich erst bekannt gegeben, künftig die Cloud des Onlinehandelsgiganten zu verwenden.

Ausland
[finanzen.net] · 09.12.2019 · 19:26 Uhr
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