Clinton: Werden im Atomstreit nicht zurückweichen

22. Januar 2010, 13:02 Uhr · Quelle: dpa
Washington (dpa) - Die USA und die Europäische Union demonstrieren im Atomstreit mit dem Iran Härte. Beim Antrittsbesuch der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Washington am Donnerstag bekräftigte US-Außenministerin Hillary Clinton die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft.

«Das wird nicht ausgesessen. Wir werden nicht zurückweichen», sagte sie. Ashton deutete darüber hinaus die Bereitschaft zu neuen Sanktionen gegen Teheran an. Dem Iran wird vorgeworfen, sein ziviles Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atombomben zu nutzen, was Teheran bestreitet.

Die neue EU-Außenbeauftragte sagte, sie befürworte einen Dialog. Aber die Gespräche ihres Vorgängers Javier Solana über sechs Jahre hätten nicht das erhoffte Ergebnis gebracht. «Also müssen wir abwägen, was wir noch tun können. Und wir stehen bereit, das auch zu tun.» Clinton sagte, der Iran habe auf die internationalen Bemühungen «bedauerlicherweise» noch nicht reagiert. «Wir werden unsere Beratungen über die nächsten Schritte fortsetzten.»

Erst am Mittwoch hatte Bundesaußenminister Guido Westerwelle den Iran vor einer Ausweitung der Strafmaßnahmen gewarnt, falls Teheran nicht zu Verhandlungen über sein Atomprogramm bereit sei. «Für uns ist eine atomare Bewaffnung des Irans, der iranischen Regierung in keiner Weise akzeptabel», betonte er.

Zuletzt hatte die Internationalen Atomenergiebehörde IAEA dem Iran vorgeschlagen, schwach angereichertes Uran zur weiteren Anreicherung nach Frankreich und Russland bringen zu lassen, damit es anschließend als Brennstoff für einen medizinischen Reaktor in Teheran genutzt werden kann. Das lehnt der Iran bislang ab.

Atom / Konflikte / EU / Iran / USA
22.01.2010 · 13:02 Uhr
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