CIA-Chef Ratcliffe in Moskau: Geheime Kontakte oder Warnsignal?
Geheime Kanäle bleiben aktiv
Der Kreml bestätigt den Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau – und schweigt gleichzeitig zu allen Inhalten. Dmitri Peskow, Pressesprecher von Wladimir Putin, verweigerte jegliche Auskunft über die Gespräche mit dem US-Geheimdienstchef. Offiziell ging es um „Kontakte zwischen den Geheimdiensten“. Mehr nicht.
Ein Treffen mit Putin selbst fand angeblich nicht statt. Das allein ist schon bemerkenswert. 2021 flog William Burns noch als Unterhändler von Joe Biden nach Russland – und traf Putin persönlich. Damals ging es um die Verhinderung eines Krieges. Wenige Monate später marschierte Russland in die Ukraine ein.
Spekulationen und Realität
Offiziell gibt es keine Erklärung für Ratcliffes Reise. Inoffiziell wird gemutmaßt, dass Washington Moskau vor einer erneuten Mobilmachung warnen wollte. Die Ukraine hatte berichtet, Putin plane nach den September-Wahlen eine neue Runde der Zwangsrekrutierung. Peskow nannte das sofort eine „Ente“.
Kremlnahe Stimmen wie der Politologe Sergej Markow spekulieren weiter: Iran, Sprengstoff-Drohnen in Halle-Leipzig, alles sei möglich. Die Amerikaner gehen davon aus, dass Moskau hinter dem Drohnenfund steckt. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem „hybriden Angriff fremder Mächte“, ohne Namen zu nennen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) versprach, die Täter würden „bezahlen“.
Altparteien und ihr Narrativ
Merz und Dobrindt versuchen, sich als hardliner zu präsentieren. Doch genau dieselben Parteien – CDU und CSU – haben jahrelang auf Entspannung mit Russland gesetzt, Nord Stream gebaut und Sanktionen verwässert. Jetzt, wo die Realität nicht mehr zu leugnen ist, kopieren sie Forderungen, die AfD schon seit Jahren stellt: klare Sprache, harte Sanktionen, keine Illusionen mehr.
Die etablierten Medien – ARD, ZDF, FAZ, SZ – berichten brav von „hybriden Bedrohungen“, ohne die lange Kette politischer Fehlentscheidungen zu benennen. Sie dienen als Verstärker einer Politik, die Deutschland teuer zu stehen kommt.
Was bleibt
Ratcliffes Flugzeug hob am Dienstagabend nach Riga ab. In Moskau gab es an diesem Tag keine ukrainischen Drohnenangriffe. Ob das Zufall war oder Ergebnis der Gespräche, bleibt offen. Klar ist nur: Geheime Kanäle funktionieren. Öffentliche Politik versagt.

