Chinas Dienstleistungs-Boom verhöhnt die Planer aus Peking

Pekings Zahlen erzählen zwei Geschichten
Eine private Umfrage ergab, dass die Dienstleistungstätigkeit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt die Erwartungen im August übertraf. Dieser Aufschwung steht in scharfem Kontrast zu den anhaltenden Anzeichen schwacher Nachfrage, die sich weiterhin in der Fertigungsindustrie und beim Konsum zeigen.
Die staatliche Steuerung ist das Problem, nicht die Lösung
Der Gegensatz zwischen einem Dienstleistungsimpuls und dem Rest der Wirtschaft verdeutlicht, was passiert, wenn der Staat versucht, zu steuern, anstatt einfach nur den Weg frei zu machen. Jede gezielte Stimulus-Maßnahme, jede neue Quote und jede Direktive zur Kapitalallokation erzeugt Reibungsverluste und Unsicherheit, die private Unternehmen und Haushalte einkalkulieren müssen. Dienstleistungen, die tendenziell weniger kapitalintensiv sind und stärker auf lokale Signale reagieren, können dennoch expandieren, wenn der Griff der Planer auch nur leicht nachlässt.
Anleger sollten die Lücke beobachten, nicht die Schlagzeilen
Die Diskrepanz zwischen dem Dienstleistungs-Indikator und der umgebenden Schwäche ist das eigentliche Signal. Kapital fließt dorthin, wo Verträge eingehalten und Regeln stabil sind, nicht in Jurisdiktionen, die Unternehmen als Instrumente der Politik behandeln. Wenn Peking anhaltende Dynamik will, ist das Rezept einfach: Steuern senken, Quoten abschaffen und Unternehmern überlassen, ihr eigenes Risiko zu preisen. Alles andere ist lediglich mehr Bürokratie, die letztlich der Steuerzahler finanziert.

