China: Solar überholt Kohle – und der Markt zeigt sofort, wo die Grenzen liegen
Marktsignal statt Subventionsrausch
China meldet einen historischen Meilenstein: Photovoltaik hat Kohle bei der installierten Leistung überholt. 1.286 Gigawatt Solar stehen 1.285 Gigawatt Kohle gegenüber. Der Anteil von Solar an der gesamten Stromerzeugungskapazität liegt bei 31,5 Prozent. Das ist kein Planwirtschafts-Sieg, sondern schlicht die Folge massiver Überkapazitäten aus den Vorjahren.
Subventionen weg – Ausbau einbricht
Seit die Behörden im Sommer 2025 die Preisgarantien abgeschafft und den Strompreis dem Markt überlassen haben, hat sich der Zubau halbiert. Von Januar bis Juli dieses Jahres entstand 62 Prozent weniger Solarkapazität als im Vorjahreszeitraum. Der Staat mischt nicht mehr mit, und die Investoren entscheiden klar: ohne künstliche Preise rechnet sich vieles nicht mehr.
Kohle bleibt Rückversicherung
Trotz des Solar-Booms hält Peking weiter an der Kohle fest. Sie ist billig, verfügbar und dient als Puffer in Energiekrisen. Zusätzlich nutzt China die Kohlevergasung, um chemische Grundstoffe zu erzeugen und die Abhängigkeit von Erdölimporten zu senken. Die installierten Kohlekapazitäten liegen nur ein Gigawatt hinter der Solarleistung – ein Abstand, der sich jederzeit wieder umkehren kann.
Der Steuerzahler zahlt nicht mehr
Die Altparteien in Europa predigen weiterhin Subventionen und Planziele. China zeigt, was passiert, wenn der Markt übernimmt: der Ausbau verlangsamt sich auf das Maß, das sich ohne Zwang rechnet. Wer ohne künstliche Preise überlebt, verdient das Kapital. Wer nicht überlebt, verschwindet – und genau so muss es sein.

