China investiert Milliarden in Tech-ETFs: Auswirkungen auf Bitcoin-Miner

China hat eine der größten Marktinterventionen der letzten Jahre gestartet und 2 Milliarden Dollar in Aktien und ETFs investiert, die Halbleiterunternehmen und andere Technologieunternehmen abbilden.
Dieser Schritt folgt auf eine starke Korrektur der chinesischen Tech-Aktien, die am 17. Juli ihren Höhepunkt erreichte.
Gründe für Chinas Eingriff in Tech-ETFs
Das asiatische Land verzeichnete Rekordzuflüsse von 13,8 Milliarden Yuan in den ChinaAMC STAR 50 ETF, der die 50 größten Unternehmen am STAR-Markt in Shanghai abbildet, darunter viele Chiphersteller.
Zum Zeitpunkt des Crashs am 17. Juli waren der Shanghai Composite um 9,1% im Monatsvergleich gefallen, während andere Indizes um über 22% einbrachen. Zwei staatlich unterstützte Investmentfirmen, China Reform Holdings und China Chengtong Holdings, gaben bekannt, dass sie rund 60 Milliarden Yuan (8,9 Milliarden Dollar) in Aktien und ETFs investiert haben, wodurch die Gesamtsumme der staatlichen Investitionen Chinas auf über 10 Milliarden Dollar stieg.
Der Crash im Juli wurde weitgehend auf die Volatilität im Ausland und eine höhere Risikoaversion auf den globalen Märkten zurückgeführt.
Kryptowährungen und ihre Verbindung zur KI durch den Mining-Sektor
Mit dem Druck auf Krypto-Mining-Unternehmen, der durch sinkende Gewinne wächst, haben einige der größten Betreiber ihren Fokus von der Hashrate auf Künstliche Intelligenz (KI) verlagert und ihren Erfolg an denselben Chipzyklus gebunden, den die chinesische Regierung nun stabilisieren möchte.
Hut 8, ein in den USA ansässiges Bitcoin-Mining-Unternehmen, hat gerade einen 15-jährigen Mietvertrag im Wert von 9,8 Milliarden Dollar unterzeichnet, wodurch sich der vertraglich gebundene KI-Wert auf 26,6 Milliarden Dollar erhöht. Am selben Tag gab IREN bekannt, dass es über mehrjährige Cloud-Verträge im Wert von 2,8 Milliarden Dollar verfügt.
Der gleiche Ausverkauf von Tech-Aktien, der die Intervention Pekings auslöste, führte dazu, dass der Philadelphia Semiconductor Index um 20% von seinem jüngsten Hoch fiel, was auf deutliche Probleme im gesamten Sektor hinweist.
Krypto-Händler beobachten nun aufmerksam die Schwankungen der Aktien von Chipherstellern. Ein Bericht von VanEck aus dem Juni deutet darauf hin, dass Bitcoin-Miner zusätzlich 50 Milliarden Dollar benötigen, um ihre Entwicklungspläne zu finanzieren. Sollte der Bericht zutreffen, stehen die Miner vor einer Finanzierungslücke, die potenziell einen Ausverkauf von BTC auslösen könnte.

