CertiK-Bericht zeigt Anstieg von Krypto-ATM-Betrug mit Verlusten von $333 Millionen im Jahr 2025
Ein neuer Bericht des Blockchain-Sicherheitsunternehmens CertiK warnt vor einem starken Anstieg von Betrugsfällen an Krypto-Geldautomaten in den USA. Allein im Jahr 2025 wurden rund $333,5 Millionen von Kriminellen gestohlen, was die Risiken im Zusammenhang mit Bargeld-zu-Krypto-Kiosken verdeutlicht.
Diese alarmierenden Verluste sind teilweise auf das Design der Krypto-Geldautomaten zurückzuführen, das sie zu attraktiven Zielen für Kriminelle macht. Ihre Struktur ermöglicht schnelle Transaktionen mit minimaler Identitätsprüfung, sodass Bargeld in weniger als fünf Minuten in digitale Vermögenswerte umgewandelt werden kann, oft bevor die Opfer überhaupt merken, dass sie ins Visier genommen wurden.
Krypto-Geldautomaten als Hauptkanal für Betrug
Diese Kioske befinden sich häufig in Geschäften, Tankstellen und Einkaufszentren, was sie für alltägliche Nutzer leicht zugänglich macht. Ihre Verbreitung ermöglicht es Betrügern, Opfer dazu zu bringen, betrügerische Überweisungen zu tätigen, indem sie Warnhinweise auf dem Bildschirm umgehen.
Laut CertiK befinden sich etwa 78% der weltweit geschätzten 45.000 Krypto-Geldautomaten in den USA, was diesen Markt zum größten für diese Maschinen macht. Diese weit verbreitete Präsenz trägt zu steigenden Vorfällen bei. Infolgedessen erhielt das Federal Bureau of Investigation von Januar bis November 2025 über 12.000 Beschwerden, ein Anstieg von 33% im Vergleich zu 2024.
Viele Betrugsfälle beinhalten Social Engineering, bei dem Kriminelle Nutzer dazu bringen, unter falschen Vorwänden Geld einzuzahlen. Die technische Einrichtung der Geldautomaten verschärft das Problem, da sie als Front-End-Schnittstellen fungieren, die mit Backend-Krypto-Anwendungsservern verbunden sind.
Die Gelder stammen typischerweise aus von Betreibern kontrollierten Hot Wallets und nicht direkt vom Kunden. Dieses Design schafft eine "Attributionslücke", was bedeutet, dass Blockchain-Aufzeichnungen Überweisungen von Betreibern und nicht von Opfern zeigen. Dadurch wird das Nachverfolgen der gestohlenen Gelder erheblich erschwert.
Ältere Erwachsene sind höheren Risiken ausgesetzt, da kriminelle Netzwerke expandieren
Ältere Erwachsene sind besonders gefährdet und machen etwa 86% der Verluste an Krypto-Geldautomaten aus. In einem Fall stellte das Büro des Generalstaatsanwalts von D.C. fest, dass 93% der Einzahlungen an einigen Athena Bitcoin-Maschinen betrügerisch waren. Das durchschnittliche Opfer war 71 Jahre alt, und die begrenzte Vertrautheit mit digitaler Finanzwirtschaft macht sie zu bevorzugten Zielen für Betrüger.
Kriminelle Gruppen haben diese Betrügereien industrialisiert und betreiben organisierte Netzwerke für Lead-Generierung, Anrufe und Geldwäsche. Einige asiatische Syndikate wusch 2025 $16,1 Milliarden, oft unter Verwendung von Telegram zur Koordination schneller Transaktionen.
Häufige Betrugsmaschen umfassen das Vortäuschen von Regierungsbeamten, gefälschte technische Unterstützung, Liebesbetrug und Notfall-Familien-Schemata. Betrüger nutzen zunehmend künstliche Intelligenz, einschließlich Deepfakes, um diese Betrügereien überzeugender und effizienter zu gestalten.

