CDU-Alarm: AfD-Erfolg in Ostdeutschland wirft Fragen auf
Sachsen-Anhalts CDU-Vorsitzender Sven Schulze sieht dringenden Handlungsbedarf angesichts der jüngsten Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland. Während er den Sieg der CDU bei der Bundestagswahl und die Aussicht auf Friedrich Merz als neuen Kanzler feiert, erkennt er zugleich ein bedeutendes Problem in den neuen Bundesländern. „Wir haben ein großes Problem im Osten, und darüber müssen wir reden“, betonte Schulze im Vorfeld der CDU-Spitzengremien-Sitzungen in Berlin. Dabei seien die Unterschiede zu den Erfolgen der AfD keine Marginalien, sondern symptomatisch für eine größere Herausforderung, die es nun aufzuarbeiten gelte.
Schulze fordert aus Berlin einen verstärkten Fokus auf ostdeutsche Angelegenheiten, sowohl inhaltlich als auch personell. Dass die AfD in allen fünf ostdeutschen Bundesländern die stärkste Kraft geworden ist, beschreibt Schulze als „großen Schock“. Die Gründe dafür seien vielfältig, doch die hohe Wahlbeteiligung und die bewusste Entscheidung vieler Wähler für die AfD müsse zum Nachdenken anregen. Die CDU müsse den Menschen im Osten das Gefühl vermitteln, dass sie auch abseits der AfD eine kompetente Vertretung ihrer Interessen finden können. Schulze ist der Ansicht, dass nur die CDU diese Rolle wirksam übernehmen könne.
Er äußerte zudem Erleichterung darüber, dass im Bund eine Zweierkoalition mit der SPD möglich ist. „Hätten wir auch noch die Grünen gebraucht, wäre das für Ostdeutschland ein sehr großes Problem geworden“, so Schulze. Damit setzt er ein klares Signal für eine intensivere Auseinandersetzung mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Wähler in den ostdeutschen Bundesländern und in der gesamten Bundesrepublik.

