Cathie Wood bleibt langfristig bullish - unter einer Bedingung

• Aktienmärkte weiter im Aufwärtsmodus
• Wood bringt Rezession als Risiko ins Gespräch
• Anleger zeigen sich laut Wood nicht verängstigt

Weltweit konnten die wichtigsten Indizes nach ihrem Corona-Crash im Frühjahr 2020 immer weiter klettern und ein Rekordhoch nach dem anderen erreichen - und das obwohl die Pandemie noch längst nicht überstanden scheint. Auch die kräftig anziehende Inflation im Jahresverlauf 2021 scheint Anleger nicht in ihren Grundfesten zu erschüttern. Selbst die Aussicht auf steigende Leitzinsen sorgte immer nur für kleinere Rücksetzer am Börsenparkett. Laut Starinvestorin Cathie Wood dürfte die Aufwärtsbewegung auch langfristig weiter gehen. Bereits Ende Oktober stimmte sie in den Tenor von Fundstrat-Analyst Thomas Lee ein, der Bullenmarkt dürfte für die kommenden 17 (!) Jahre anhalten. Nun relativiert sie ihre optimistische Einschätzung etwas, denn eine Sache könnte die globale Hausse ins Stocken bringen.

Rezession für Wood ein rotes Tuch

In einem Video-Interview mit Barron's machte die 65-Jährige deutlich, dass es am Aktienmarkt weiter nach oben ginge, "solange wir nicht in eine Rezession fallen". Doch genau das scheint angesichts der aktuellen Probleme rund um Lieferketten, steigende Verbraucherpreise und immer höheren Energiekosten gar nicht so unwahrscheinlich. In Deutschland sieht beispielsweise ifo-Präsident Clemens Fuest bereits erste Anzeichen: "Die Industrie erlebt eine Flaschenhals-Rezession", schrieb der Wirtschaftsexperte im Zuge der Publikation des Geschäftsklimaindex für September. Auch in den USA hätte es schon Mitte Oktober einen Paukenschlag geben können: Damals warnte US-Finanzministerin Janet Yellen davor, dass den USA bei einer Nicht-Anhebung der Schuldenobergrenze durch den Kongress und den dadurch folgenden Zahlungsausfall "katastrophale" Folgen drohen. "Ich erwarte absolut, dass dies auch eine Rezession verursachen würde", sagte die Ex-Fed-Chefin dem US-Sender CNBC. Das konnte nur durch die Anhebung der Schuldenobergrenze auf 28,9 Billionen US-Dollar verhindert werden. Reuters berichtete allerdings, dass diese Obergrenze bereits Anfang Dezember erschöpft sein dürfte und somit eine weitere Abstimmung noch in diesem Jahr anstünde. Hinzu kommt, dass die neue Regierung unter US-Präsident Joe Biden ursprünglich eine Erhöhung der Unternehmenssteuern geplant hatte. Vorerst ist diese jedoch vom Tisch.

Anlegerverhalten beruhigt Wood

Diese Negativ-Punkte bilden Wood zufolge eine "massive Sorgen-Wand", welche Investoren jedoch überwinden und "erfolgreich 'Nein' sagen" zu diesen Bedenken. Das Verhalten der Marktakteure zeige, dass man nicht an eine anhaltende Inflation glaube, so die Starinvestorin weiter. Ob sich die Aufwärtstendenz weiter fortsetzt, bleibt abzuwarten. Für Cathie Woods Flaggschiff-ETF den ARK Innovation ETF bleibt es zu hoffen. Der ETF hat im Jahresverlauf 13,43 Prozent an Wert (Stand: Schlusskurs vom 24. November 2021) verloren. Wood gehört jedoch zu den Verfechtern einer langfristigen Investment-Strategie und hier kann der ARK Innovation ETF punkten: 150,92 Prozent legte der Exchange Traded Fund in den vergangenen drei Jahren zu.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 25.11.2021 · 23:27 Uhr
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