Cardano-Unternehmen TapTools stoppt NFT-Verkauf nach Kritik aus der Community

TapTools hat den geplanten NFT-Verkauf zur Wiederbelebung seiner Cardano-Analyseplattform nach heftiger Kritik aus der Community eingestellt und alle Teilnehmer vollständig entschädigt.
Rückzug nach Kritik aus der Community
TapTools stellte im Juni nach vier Jahren Betrieb im Cardano-Ökosystem seine Aktivitäten ein. Damals gab das Unternehmen bekannt, dass zwei Mitgründer, darunter der CTO und COO, das Unternehmen verlassen hatten. Auch der nachfolgende CTO trat später zurück. Zudem wurden Infrastruktur-, Entwicklungs- und Supportkosten als Gründe genannt, warum ein Fortbestand ohne nachhaltige Perspektive nicht möglich sei.
Am 2. September verkündete TapTools jedoch seine Rückkehr und erklärte, dass tausende Nutzer nach der Schließung Unterstützung angeboten hätten. Dies wurde als "Phase Eins" der Rückkehr beschrieben.
Die Reaktion der Community war jedoch überwiegend negativ. Ein Nutzer äußerte zunächst Freude über die Rückkehr, war jedoch enttäuscht, als er auf der Website einen limitierten NFT-Verkauf von 777 Stück zu je 777 ADA entdeckte. Ein anderer Nutzer bezeichnete den NFT-Verkauf als "dumm und ausbeuterisch" und riet davon ab, daran teilzunehmen. Gero Wallet nannte die Aktion "entweder einen Betrug oder einen Betrug".
TapTools räumte später ein, die Situation falsch eingeschätzt zu haben. Man habe geglaubt, der Verkauf könne der Community eine Möglichkeit bieten, die Rückkehr der Plattform zu unterstützen. Stattdessen habe man den Moment und die Stimmung falsch eingeschätzt.
Charles Hoskinson reagierte auf die Entschuldigung von TapTools mit einem Link zu einem South Park-Clip, der eine Parodie auf die Entschuldigung des ehemaligen BP-CEOs Tony Hayward nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko darstellt.
Breitere Frustration im Cardano-Ökosystem
Die ursprüngliche Schließung von TapTools fiel in eine schwierige Phase für Cardano. EMURGO trat aus der Governance-Gruppe des Netzwerks zurück, um sich auf die Unterstützung von Nutzern zu konzentrieren, die vom SecondFi-Exploit betroffen waren. Ein geplanter Gipfel in Singapur wurde abgesagt, und Charles Hoskinson warnte vor einer möglichen "Welle von Misserfolgen" unter den DeFi-Projekten des Ökosystems.
Trotzdem erhöhten große ADA-Inhaber ihre Positionen, während kleinere Wallets weiterhin verkauften. Diese Entwicklung wurde als eines der gesünderen Anzeichen für den Token im gesamten Jahr angesehen.
Für TapTools besteht die unmittelbare Herausforderung nicht mehr im NFT-Verkauf, da dieser zurückgezogen und die Teilnehmer entschädigt wurden. Die größere Herausforderung liegt nun darin, das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen.

