Canopy Growth-Aktie bricht zweistellig ein: Milliardenverlust und Umsatz unter Erwartungen

• Canopy Growth Umsatz bleibt hinter Erwartungen zurück
• Milliardenverlust durch Tilgung von Constellation Brands-Investitionen verbucht
• CEO Zekulin will Unternehmen profitabel machen

Canopy Growth-Umsatz steigt über 250 Prozent

Am Mittwoch nach Börsenschluss gewährte der kanadische Cannabis-Produzent Canopy Growth Anlegern einen Einblick in seine Bücher. So vermochte es das größte Cannabis-Unternehmen der Welt den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 254,9 Prozent auf 90,5 Millionen Kanadische Dollar zu steigern. Allerdings waren von FactSet befragte Analysten im Vorfeld von 111,9 Millionen Kanadischen Dollar ausgegangen, womit der Umsatz über 20 Prozent unter den Erwartungen lag.

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Canopy Growth-Aktie reagiert auf verfehlte Umsatzerwartungen

Dementsprechend enttäuscht zeigten sich Anleger, die den Kurs der Canopy Growth-Aktie an der NYSE am Donnerstag um zeitweise 14,94 Prozent auf 27,13 US-Dollar abstürzen ließen. Schlussendlich ging der Anteilsschein 14,41 Prozent tiefer bei 27,33 US-Dollar aus dem Handel.

Der größte Teil des Umsatzes wurde auf dem kanadischen B2B-Markt für Freizeitcannabis erwirtschaftet, nämlich 50,4 Millionen Kanadische Dollar. 13,1 Millionen Kanadische Dollar wurden durch den Verkauf von medizinischem Cannabis umgesetzt, 10,5 Millionen Kanadische Dollar entfielen auf internationale Umsätze.

Cannabis-Unternehmen verzeichnet Milliardenverlust

Dazu kam ein kräftiger Verlust von 1,28 Milliarden Kanadischen Dollar, was einem Verlust-je-Aktie von 3,7 Kanadischen Dollar entspricht, den das Unternehmen zu verdauen hatte. Im Jahr zuvor war es noch ein Minus von 40 Kanadischen Cents je Aktie gewesen. Wie es in der Bilanzvorlage heißt, gehen dabei 1,76 Milliarden Kanadische Dollar auf die Tilgung von Optionsscheinen zurück, die mit Constellation Brands-Investitionen im Zusammenhang stehen.

Reaktion von Großaktionär Constellation Brands noch ausstehend

Der US-Getränkehersteller hält einen Anteil von 38 Prozent an dem Unternehmen und ist somit der größte Aktionär. Schon nach Vorlage der letzten Bilanz zeigte sich der Investor "nicht erfreut" und veranlasste die Kündigung des Canopy Growth Co-CEOs Bruce Linton, woraufhin die Aktie des Cannabis-Herstellers 7 Prozent einbrach. Auch der derzeitig alleinige Chef des Unternehmens, Mark Zekulin, gab bekannt, er werde das Feld räumen, sobald ein passender Nachfolger gefunden wäre, wie MarketWatch berichtet.

Zwei Ziele sollen Canopy Growth profitabel machen

In der Bilanzvorlage erklärte Zekulin, dass sein Unternehmen mit zwei Zielen in das neue Quartal schreite. So konzentriere sich Canopy Growth weiterhin darauf, die Grundlage für Marktführerschaft zu legen, gerade da der Cannabismarkt auf internationaler Ebene an Bedeutung gewinne. Dies ziehe "Investitionen in die Entwicklung von geistigem Eigentum, Eigenmarken, dem Ausbau einer internationalen Reichweite nach sich sowie das Gewährleisten der Produktionskapazitäten aktueller und künftiger Produkte". Das zweite Ziel bestehe darin, sich nach der Expansion und Positionierung auf dem kanadischen Markt zu einem "nachhaltigen, margenstarken, profitablen kanadischen Unternehmen" zu entwickeln.

Nun bleibt abzuwarten, ob die Strategie bei der nächsten Bilanzvorlage schon Früchte trägt.

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[finanzen.net] · 15.08.2019 · 22:10 Uhr
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