Cannabis-Konsum nach der Legalisierung – Was hat sich für die Konsumenten geändert?

Seit der Legalisierung von Cannabis berichten sowohl Konsumenten als auch Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen von einigen nennenswerten Veränderungen. Diese betreffen unter anderem den Erwerb von Cannabisprodukten und deren Konsum. Die verantwortungsvolle Nutzung des Rauschmittels steht – natürlich neben dem Genuss – für immer mehr Menschen im Mittelpunkt. Dieser Artikel setzt sich mit den wichtigsten Neuerungen und Konsumtrends auseinander, die seit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes zu beobachten sind.
Die Vielfalt bei den Konsummethoden nimmt weiter zu
Cannabis wird nicht nur als Joint konsumiert. Viele Konsumenten bevorzugen seit jeher eine Bong, weil diese für ein entspannteres Raucherlebnis sorgt. Das Wasser filtert viele reizende Partikel aus dem Rauch heraus und kühlt diese ab, so dass er schonender für den Hals ist. Außerdem sind mit einer Bong größere Züge möglich, wodurch mehr Cannabis auf einmal konsumiert werden kann. Für viele Cannabis-Raucher ist der Konsum mit der Bong zudem eine Art rituelles Erlebnis, welches für sich bereits eine entspannende Wirkung hat und das Leben deutlich mehr als ein einfacher Joint entschleunigt.
Neben der Bong und dem Joint gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, Cannabis zu konsumieren. Dazu zählen beispielsweise:
- Vaping
- in Form von Keksen oder anderen Esswaren
- als Öl
Nicht alle Konsummethoden lassen sich gleichermaßen einfach umsetzen
Da Cannabis nach dem neuen Gesetz auch in den sogenannten Cannabis-Clubs nur als reines Produkt abgegeben werden darf, ist beispielsweise der Konsum von Cannabis-Keksen nur dann legal möglich, wenn diese selbst zubereitet werden. Viele Konsumenten wünschen sich, dass auch der Verkauf von THC-haltigen Keksen, Drinks oder anderen Produkten erlaubt wird. Es möchte nämlich nicht jeder den Aufwand auf sich nehmen, die Produkte selbst herzustellen, zumal dies manchmal nicht so gelingt, wie es eigentlich geplant war. Aktuell ist diesbezüglich allerdings nicht mit einer Gesetzesänderung zu rechnen.
Die meisten Konsumenten beschaffen sich ihr Cannabis legal
Eines der wesentlichen Ziele der Cannabis-Legalisierung war eine bessere Kontrolle des Marktes und die Eindämmung der Schwarzmarkt-Aktivitäten. Dies scheint bestens gelungen zu sein, denn die meisten Cannabis-Nutzer kaufen nun nicht mehr bei illegalen Anbietern, sondern bauen ihre Pflanzen selbst an oder sind Teil eines Cannabis-Clubs, über den sie hochwertiges und sicheres Cannabis beziehen. So wird neben der Reinheit des Produkts auch der Jugendschutz gefördert. Die Schwarzmarkt-Aktivitäten sind stark zurückgegangen und für viele Minderjährige ist es nun deutlich schwieriger geworden, an Cannabis zu gelangen.
Konsum in der Öffentlichkeit
Cannabis darf jetzt auch in der Öffentlichkeit konsumiert werden. Es gelten zwar strenge Regeln, diese sind aber einleuchtend und werden von den Konsumenten in den allermeisten Fällen problemlos akzeptiert. So ist es beispielsweise in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen und Sportstätten streng untersagt, Cannabis zu rauchen. So soll der Einfluss auf Minderjährige verhindert werden. Diesbezüglich sind vergleichsweise wenig Verstöße zu beobachten. Anders sieht es mit dem Konsumverbot in Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr aus: Dieses wird öfter übergangen, was aber in der Regel nicht mutwillig, sondern aus Unachtsamkeit geschieht. Insgesamt wird auch von vielen Cannabis-Gegnern positiv bemerkt, dass der Konsum zwar durchaus auch im öffentlichen Raum erfolgt, dass die meisten Konsumenten jedoch sehr bewusst Rücksicht auf ihr Umfeld nehmen.

