Burger King plant Expansion in Deutschland: Wachstum und Innovation im Fokus

Wachstumsambitionen der Burger-Kette
Die US-amerikanische Fast-Food-Kette Burger King hat sich zum Ziel gesetzt, die in den letzten Jahren aufgrund der Pandemie und der Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun aktiv voranzutreiben. "Alle Zeichen stehen auf Wachstum", äußerte der Deutschland-Chef Andreas Bork anlässlich des 50. Jahrestages der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants in Berlin, das am 15. Juli 1976 stattfand.
Aktuell betreibt Burger King in Deutschland 760 Restaurants, wobei der Großteil von Franchisenehmern geführt wird, die das erfolgreiche Konzept eigenverantwortlich umsetzen. Im Wettbewerb mit McDonald's, dem Marktführer mit über 1.500 Standorten in Deutschland, sieht Burger King weiterhin Potenzial, um seine Marktposition zu stärken. Laut Schätzungen des Branchenportals Food Service erzielte Burger King im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und sicherte sich damit den zweiten Platz im deutschen Markt.
Strategische Expansion in ungenutzte Märkte
Bork betonte, dass das Wachstum in den letzten Jahren eher verhalten war, da das Unternehmen gezielt in die Optimierung seines bestehenden Restaurantnetzwerks investierte. Im Vergleich zu Spanien, wo es 1.000 Burger-King-Restaurants gibt, sieht Bork in Deutschland zahlreiche "weiße Flecken", die es zu besetzen gilt. Dies deutet auf eine strategische Ausrichtung hin, die darauf abzielt, ungenutzte Marktchancen zu identifizieren und zu nutzen.
Ursprünglich hatte Burger King 2019 das Ziel formuliert, 1.000 Restaurants in Deutschland zu eröffnen, doch die Corona-Pandemie und die anschließenden geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bremsten diese Ambitionen. Bork bemerkte, dass sich die Situation mittlerweile stabilisiert hat, auch wenn die letzten Jahre von erheblichen Kostensteigerungen geprägt waren.
Zukunftsorientierte Produktinnovation
Für die kommenden Jahre nannte Bork keine spezifische Anzahl an geplanten Neueröffnungen, betonte jedoch die Absicht, sowohl das eigene Restaurant-Portfolio als auch das der Franchisenehmer signifikant auszubauen. Deutschland bleibt für Burger King ein zentraler Markt mit hohen Wachstumsmöglichkeiten. Bork verwies darauf, dass die Systemgastronomie in den letzten 20 bis 25 Jahren kontinuierlich gewachsen ist.
Ein entscheidender Aspekt für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ist die Anpassung des Produktangebots. Bork stellte fest, dass immer mehr Kunden nach Abwechslung verlangen und nicht mehr ausschließlich mit den klassischen Angeboten wie Burger, Pommes und Cola zufrieden sind. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, hat Burger King sein Sortiment an pflanzenbasierten Produkten erheblich erweitert.
Mit der Einführung von neuen Optionen in den Bereichen Frühstück, Snacks und Getränke will Burger King die Vielfalt seiner Speisekarte erhöhen und so zusätzliche Gäste anziehen. Aktuell wird jeder vierte Long Chicken Burger mit einem pflanzenbasierten Patty verkauft, ebenso wie jeder fünfte Whopper. Diese strategischen Anpassungen tragen dazu bei, die Kundenbindung zu stärken und den Shareholder Value zu maximieren.

