Britischer Premierminister bestätigt gezielte Angriffe auf Huthi-Einrichtungen im Jemen
Die britische Luftwaffe hat gezielte Angriffe auf militärische Einrichtungen der Huthi-Rebellen im Jemen durchgeführt, wie Premierminister Rishi Sunak bestätigte. In einer Erklärung am frühen Freitagmorgen betonte Sunak, dass die Huthis trotz wiederholter Warnungen der internationalen Gemeinschaft weiterhin Angriffe im Roten Meer durchführten, auch gegen britische und amerikanische Kriegsschiffe. Dies könne nicht hingenommen werden, so der Premierminister. Daher habe man gemeinsam mit den USA und mit Unterstützung der Niederlande, Kanadas und Bahrains "begrenzte, notwendige und verhältnismäßige Maßnahmen zur Selbstverteidigung" ergriffen.
Die Entscheidung zu den Militärschlägen sei eine direkte Reaktion auf die beispiellosen Angriffe der Huthi auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer, erklärte das Weiße Haus in einer schriftlichen Stellungnahme von US-Präsident Joe Biden. Seit Ausbruch des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die Huthi immer wieder Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer an. Zudem führen sie direkte Angriffe auf Israel mit Drohnen und Raketen durch.
Das britische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass wichtige Huthi-Einrichtungen identifiziert wurden. Vier Kampfflugzeuge unterstützt von einem Luftbetankungsflugzeug hätten Lenkbomben eingesetzt, um Präzisionsangriffe auf zwei dieser Einrichtungen im Nordwesten des Landes durchzuführen. Eine der Einrichtungen habe zum Starten von Drohnen gedient, während es sich bei dem anderen Ziel um einen Flugplatz gehandelt habe, von dem aus sowohl Marschflugkörper als auch Drohnen in Richtung Rotes Meer abgefeuert wurden. Die genauen Ergebnisse der Angriffe werden derzeit ausgewertet, aber es gibt Anzeichen dafür, dass den Huthis ein Schlag gegen ihre Fähigkeit, die Handelsschifffahrt zu bedrohen, versetzt wurde.
Premierminister Sunak betonte, dass die Huthi in den letzten Monaten eine Reihe gefährlicher und destabilisierender Angriffe gegen die Handelsschifffahrt im Roten Meer verübt hätten. Diese Angriffe haben nicht nur eine wichtige Handelsroute empfindlich gestört, sondern auch die Rohstoffpreise in die Höhe getrieben. Ihr rücksichtsloses Vorgehen gefährde Menschenleben auf See und verschlimmere die humanitäre Krise im Jemen, so Sunak. Er forderte die Huthi auf, ihre Angriffe einzustellen und Schritte zur Deeskalation zu unternehmen. (eulerpool-AFX)

