Brenntag-Aktie mit Gewinnen: Brenntag gibt vorsichtige neue Prognose für 2020 ab - Analysten begeistert

Der MDAX-Konzern rechnet mit einem weitestgehend stabilen operativen Ergebnis, bestenfalls mit einem leichten Anstieg. In der ursprünglichen Jahresprognose, die der Konzern im April wegen der Unsicherheit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zurückgezogen hatte, hatte Brenntag eine deutlich positive Entwicklung in Aussicht gestellt.

Brenntag geht für 2020 nun von einem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1 bis 1,04 Milliarden Euro nach 1 Milliarde im Vorjahr aus. Der aktuelle Geschäftsverlauf liege im Rahmen der Erwartungen des Vorstands, teilte das Unternehmen weiter mit. Im Juli und August habe das wechselkursbereinigte operative EBITDA knapp über dem Vorjahreswert gelegen.

Die Prognose sieht keine Sondereffekte und keine wesentlichen Veränderungen der aktuellen Wechselkurse vor. Sie steht unter dem Vorbehalt, dass es zu keinen weiteren signifikanten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus kommt.

Die Zahlen zum dritten Quartal wird Brenntag am 4. November veröffentlichen.

Analysten begeistert

- Die Aussicht auf einen Milliardengewinn hat am Mittwoch die Aktien von Brenntag auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren getrieben. In der Spitze legten sie um gut vier Prozent auf 57,42 Euro zu. Soviel kosteten sie letztmals im Mai 2015. Zuletzt kosteten die Anteilsscheine des Chemikalienhändlers an der Spitze des MDAX mit 57,04 Euro 3,56 Prozent mehr.

Die Investmentbank Goldman Sachs zeigte sich davon angetan: "Es ist das dritte Mal seit Jahresbeginn, dass Brenntag mit Quartalszahlen positiv überrascht hat", schrieb Analyst Matija Gergolet in einem Kommentar. In Zeiten konjunktureller Schwäche beweise das Geschäftsmodell des Unternehmens Widerstandsfähigkeit. Der Experte schraubte die Gewinnerwartungen für die Jahre 2020 bis 2022 nach oben.

Weit nach oben geschraubt hatte sich zuletzt auch der Aktienkurs von Brenntag. Vom Tief im März bei unter 29 Euro nach dem weltweiten Corona-Börsencrash verdoppelte sich der Wert der Aktien nahezu. Und ließ den europäischen Chemiesektor deutlich hinter sich, dieser brachte es auf einen Anstieg von 66 Prozent.

Mit nunmehr weniger als dreieinhalb Monaten bis zum Jahresende sieht Analyst Christian Cohrs von Warburg Research das Unternehmen auf gutem Weg, das obere Ende der avisierten Gewinnspanne zu erreichen. "Vorausgesetzt, es kommt zu keiner starken wirtschaftlichen Abschwächung". Mit Spannung wartet der Experte nun auf den Kapitalmarkttag von Brenntag im November. Denn dann stelle der neue Firmenchef Christian Kohlpaintner die neue Strategie vor.

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FRANKFURT (Dow Jones) / dpa

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[finanzen.net] · 16.09.2020 · 17:53 Uhr
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