Bremen/Berlin (dpa) - Im Dunkeln suchen sie in Containern von Supermärkten nach Lebensmitteln. Bundesweit gibt es Menschen, die weggeworfene Waren einsammeln - manche aus Not, andere aus ideologischen Gründen. Lebensmittelretter protestieren gegen die Verschwendung von Essbarem und wollen einen ...

Kommentare

(20) Faroul · 14. Juni um 14:06
@18: Aus dem verlinkten Wiki-Artikel: "Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen weiter verkauft werden, sofern der Verkäufer sich davon überzeugt hat, dass die Ware einwandfrei ist." Das machen ja auch viele Läden, mit Rabatten und entsprechenden Hinweisen. Und der reduzierte Abverkauf (oder Spende an Bedürftige) ist m.E. immer noch besser als die Entsorgung und Abschreibung, oder? Ich kaufe sowas auch (und habe es nicht zwingend nötig), weil die Produkte weiterhin einwandfrei sind.
(19) tastenkoenig · 14. Juni um 14:06
Viele Supermärkte haben eine Ecke, in der sie herabgesetzte Waren anbieten, die in Kürze das MHD erreichen. Ich kauf da immer gerne, nicht nur des Preises wegen, sondern weil es sonst eben womöglich weggeschmissen würde.
(18) LordRoscommon · 14. Juni um 14:02
@17: Schon klar. Das heißt "mindestens haltbar bis" und nicht "spätestens tödlich ab". Für den handel bedeutet es aber: nicht mehr verkaufbar ab.
(17) Faroul · 14. Juni um 11:59
@16: ja, rechtlich kann der Staat nichts tun - aber die Leute müssen endlich mal verstehen, daß das MHD nicht heißt "spätestens jetzt unrettbar verdorben", sondern eigentlich ein künstlich vom Einzelhandel erschaffenes Datum ist, um "Lagerleichen" zu vermeiden (<link>). Ein Joghurt kann noch 8 Wochen nach MHD einwandfrei sein. Einfach mal ansehen, riechen, ggf. schmecken, dann muß man nichts genießbares entsorgen, nur weil da ein Datum drauf ist!
(16) LordRoscommon · 13. Juni um 13:37
@14: Privathaushalte sind nicht zur Buchführung verpflichtet, und niemand könnte alle privaten Mülltonnen kontrollieren. Die massenhafte Verschwendung noch essbarer Lebensmittel durch Privathaushalte ist schlimm, aber der Staat kann dagegen nichts tun. Wie das bei Lebensmittelhändlern anders geht, zeigt Frankreich <link>
(15) Mafalda · 13. Juni um 13:34
@14 zumal hierzulande jeder ein Gefrierfach im Kühlschrank oder gar einen Gefrierschrank hat, man kann fast alles einfrieren oder eben einkochen, wenn mal was über bleibt. Foodsharing ist noch eine Maßnahme oder nur das einkaufen was man eben auch verwerten kann.
(14) O.Ton · 13. Juni um 13:25
@12 dat massive Wegwerfen ist schändlich, dekadent und grenzenlos blöd. Soll strafbar sein.
(13) hhe · 13. Juni um 13:22
Richtig so!
(12) Mafalda · 13. Juni um 13:15
Kein Mensch sollte containern müßen, aber ich finde es gut wenn es erlaubt ist. Besser wäre natürlich der Ansatz von dem Geschäftsführer, eine kleine Ladenfläche dafür einzurichten, wo jeder kostenlos die nicht mehr zu verkaufenden Lebensmittel mitnehmen darf. Das ist das Schlimmste: pro Mensch landen 85,2 Kilo Essen im Jahr in der Abfalltonne, aus Privathaushalten. Da sieht man, dass es vielen viel zu gut geht und sich kaum einer Gedanken um die Armut und den Hunger anderer Menschen macht.
(11) Thorsten0709 · 13. Juni um 12:03
finde ich richtig
(10) Reddogg · 13. Juni um 11:34
@9 Nein wenn man es 1:1 umsetzt spiegelt es eben nicht den Sachverhalt wieder. Wenn die Äpfel noch an Deinen Bäumen hängen ist es wie im Supermarkt im Fach liegend. Ein Schuh wird draus wenn es in Deinem Müllcontainer ist und auf Deiner Eigentumsfläche steht. Dann ist es abhängig siehe Link. Denn nicht alles was auf Deiner Eigentumsfläche steht ist auch noch Dein "Eigentum". Und genau das ist aber das Entscheidende.
(9) oells · 13. Juni um 11:30
@6: Missverständnis! Deine Meinung kannst Du natürlich jederzeit äußern; aber dass mein Vergleich nicht passend ist, ist nur Deine Privatmeinung. Juristisch gesehen sind beide Sachverhalte strafbewehrt und damit sehr wohl vergleichbar. Dein Beispiel ist interpretierbar: vielleicht will das Kaufhaus ja, dass die Waren vernichtet werden, um eventuellen Haftungsfragen aus dem Weg zu gehen.
(8) Muschel · 13. Juni um 11:24
Das wirklich Komische daran ist, dass viele Leute zu pikiert sind sollche Angebote anzunehmen, was mir unverständlich ist. Nach dem Motto: Was unsonst ist, kann nicht gut sein. Mir unverständlich, aber oft wahr.
(7) LordRoscommon · 13. Juni um 10:37
@3: Na, es muss bei Äpfel ja nicht gleich der große Container sein. @1 könnte nen Korb mit den Äpfeln an den Gartenzaun stellen mit Zettel dran: "Zum Mitnehmen! Guten Appetit!" Denn zum selber ernten für jedermann gehört ja das Recht, das Grundstück betreten zu dürfen. - @4: Die generelle Strafbarkeit schützt dieses Kaufhaus vor Regressansprüchen, wenn doch mal was Verdorbenes dabei war. Bei einer Leglisierung des Containerns müsste das wieder gesetzlich geregelt werden.
(6) Reddogg · 13. Juni um 10:04
@5 Ob ich meine Meinung kundtue oder nicht, sei doch bitte mir überlassen. Ich wollte darauf aufmerksam machen das Dein Vergleich einfach nicht passend ist. Dein von Deinem Baum abernten ist eben nicht das gleiche wie Reste aus den Müllcontainer (ausserhalb des Kaufhauses) zu nehmen. die passendere Variante wäre mein Vergleich, der ist aber wohl nach hier zu berücksichtigen: <link>
(5) oells · 13. Juni um 09:57
@3 Unsere persönliche Meinung spielt hier zunächst mal keine Rolle, sondern die Gesetzeslage. Und die ist in beiden Fällen (Äpfel aus dem Garten holen / "Containern") gleich: beides verstößt gegen geltende Gesetze. Ich würde es allerdings auch begrüßen, wenn "containern" straffrei wäre (verbunden mit einer klaren gesetzlichen Regelung, dass man keinerlei Ansprüche gegen das Kaufhaus/den Supermarkt hat, wenn man aufgrund vielleicht doch schon verdorbener Waren krank wird).
(4) anddie · 13. Juni um 09:57
Ich bin auch dafür, dass das Ganze endlich erlaubt wird. Aber so wie ich einige kenne, landet die Hälfte dann neben der Mülltonne und der Händler hat extra Aufwand. Oder es gibt doch mal Probleme mit irgendwelchen Lebensmitteln (beispielsweise Rückrufaktion durch den Hersteller) und es landet einer im Krankenhaus. Und dann wird die Haftungsfrage diskutiert.
(3) Reddogg · 13. Juni um 09:06
@1 Nicht ganz korrekt der Vergleich. Denn die "Lebensmittelretterer" rennen ja nicht ins Kaufhaus und lassen da Zeug mitgehen. Der Vergleich wäre eher, Du bringst Deine überschüssigen Äpfel raus in den Container und dort holen sie die Äpfel raus. Ich finde sobald jemand seinen "Müll" in den Container wirft, verliert er seine Eigentumsrechte. Deswegen denke ich "containern" sollte endlich straffrei sein. Das Kaufhaus geht hier zumindest den richtigen Weg.
(2) michifritscher · 13. Juni um 09:05
Man sollte einfach das Wegschmeißen von noch essbaren Lebensmitteln verbieten. Das Vernichten von Retouren soll jetzt ja auch verboten werden.
(1) oells · 13. Juni um 08:46
Nichts dagegen einzuwenden. Wenn jemand unerlaubt meinen Apfelbaum aberntet, ist das ja auch srafbar. Wenn ich aber ein Schild ranhänge: "Bedient Euch, ich weiß ohnehin nicht, was ich mit den vielen Äpfeln anfangen soll", ist es eben nicht mehr strafbar (sondern sehr sinnvoll).
 
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