Brandenburger Landwirte demonstrieren mit Traktorkorso in Berlin
Am kommenden Freitag planen Brandenburger Landwirte einen spektakulären Protest vor den Parteizentralen der Ampelkoalition in Berlin. Mit einem Traktorkorso wollen sie auf ihre Forderung aufmerksam machen, geplante Kürzungen beim Agrardiesel zurückzunehmen. Über diese Kürzungen soll der Bundestag in der kommenden Woche abstimmen.
"Wir müssen auf Bundesebene zurück zum Status Quo vor der Agrardieseldebatte", betont Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes, in einer Mitteilung. Er fordert, dass zunächst die bisherigen agrarpolitischen Versäumnisse angegangen werden, bevor man über die Zukunft des Agrardiesels diskutiert.
Die Landwirte haben geplant, auf mehreren Routen in die Bundeshauptstadt zu fahren und nacheinander die Bundesgeschäftsstellen der Grünen, der FDP und der SPD anzusteuern, wie der Landesbauernverband bekannt gab. Die Veranstalter rechnen mit einer Teilnahme von rund 100 bis 150 Traktoren. Vor den Parteizentralen wollen die Bauern eine Protestnote gegen die Kürzungen beim Agrardiesel im Haushaltsentwurf der Bundesregierung übergeben.
Die Ampel-Koalition hat bereits die Sparpläne bei der Landwirtschaft für den Haushalt 2024 abgeschwächt. Die Steuervergünstigungen beim Agrardiesel sollen demnach nicht abrupt enden, sondern schrittweise auslaufen. Doch diese Entscheidung stößt auf heftigen Widerstand von Landwirten im ganzen Land, die seit Wochen gegen die geplanten Kürzungen protestieren. (eulerpool-AFX)

