BP erwartet schwaches Q1: Nachfrage und Wertminderung belasten - Investitionen werden gekürzt

Für das Quartal veranschlage die BP PLC eine Wertminderung von 1 US-Milliarde Dollar.

BP teilte weiter mit, dass im Vergleich zum Vorquartal mit einer reduzierten Upstream-Produktion im ersten Quartal zu rechnen sei. Diese liege zwischen 2,55 Millionen und 2,6 Millionen Barrel Öl-Äquivalent pro Tag.

Auch sei ein "signifikanter und sich ausweitender Rückgang der Nachfrage nach Treibstoffen, Flugzeugtreibstoff und Schmiermitteln" im ersten Quartal zu erwarten, aufgrund der Restriktionen, die in einer Reihe von Ländern zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus verhängt wurden.

BP bekräftigte, das 15 Milliarden Dollar schwere Veräußerungsprogramm sei im Plan, der Abschluss weiter für Mitte 2021 geplant. Möglicherweise müssten aber die erwarteten 10 Milliarden Dollar an Veräußerungserlösen bis Ende dieses Jahres angesichts der Volatilität des derzeitigen Handelsumfelds zum Zeitpunkt der Abschlüsse der Transaktionen revidiert werden, so BP.

Wegen Preisverfall: BP kürzt Investitionen

BP dreht angesichts der doppelten Belastung aus der Covid-19-Krise und dem Ölpreisverfall kräftig an der Kostenschraube. Im laufenden Jahr sollen die organischen Investitionsausgaben auf insgesamt 12 Milliarden US-Dollar (rund 10,9 Milliarden Euro) begrenzt werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit. Das sind etwa 25 Prozent weniger, als sich der Konzern ursprünglich für 2020 vorgenommen hatte. Organische Investitionsausgaben sind bereinigt um Effekte wie etwa Zusammenschlüsse.

Mit den reduzierten Ausgaben einher gehe allerdings auch eine deutlich geringere Fördermenge, die aufs Jahr gesehen unter dem Vorjahreswert liegen werde, hieß es weiter. 2019 hatte BP 3,8 Millionen Barrel pro Tag gefördert. Derzeit reduziere sich die Menge um etwa um 70 000 Barrel pro Tag.

Mithilfe von Digitalisierungsmaßnahmen und einer verbesserten Integration der einzelnen Konzernbereiche hat sich BP zudem im Vergleich zu 2019 ein Sparziel von rund zweieinhalb Milliarden Dollar bis Ende 2021 vorgenommen. Das Unternehmen hält außerdem an seinem Ziel fest, bis Mitte nächsten Jahres insgesamt 15 Milliarden Dollar durch Unternehmensverkäufe zu erzielen.

Die Briten legen am 28. April ihre Zahlen zum ersten Quartal vor. Das schwierige Marktumfeld dürfte sich im ersten Jahresviertel auf die Ergebnisse ausgewirkt haben, hieß es in der Mitteilung. Wegen der Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 habe es bereits einen erheblichen und zunehmenden Nachfragerückgang nach Treibstoffen, Kerosin und Schmierstoffen gegeben.

LONDON (Dow Jones) / dpa-AFX

Ausland
[finanzen.net] · 01.04.2020 · 17:01 Uhr
[0 Kommentare]
 

Länder finden bei Corona-Regeln keine Linie

Bodo Ramelow
Berlin/Erfurt (dpa) - Angesichts weitgehender Lockerungspläne in Thüringen und Sachsen driften die Länder […] (100)

Glassmeyer macht neues Peacock-Projekt

Bild: Quotenmeter Die Fernsehmacherin arbeitet für CBS Television Studios – und hat neben Peacock auch […] (00)
 
 
Diese Woche
27.05.2020(Heute)
26.05.2020(Gestern)
25.05.2020(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News