Boeing-Aktie: RBC bleibt bullisch – aber der Markt hat keine Geduld mehr

RBC hält die Linie – trotz Dauerkrise
RBC-Analyst Ken Herbert hat Boeing unverändert mit „Outperform“ und 265 US-Dollar bewertet. Die 53 ausgelieferten Jets im Juli reichen ihm als Beweis, dass das Renton-Werk wieder verlässlich arbeitet. Der Markt ist weniger gnädig.
Zahlen statt Erzählungen
Boeing verspricht seit Monaten eine deutliche Beschleunigung. Wer die Aktie hält, braucht im zweiten Halbjahr mehr als 53 Einheiten pro Monat. Alles andere ist eine teure Hoffnung, die Aktionäre und Steuerzahler am Ende bezahlen.
Behörden als Produktionsbremse
FAA-Auflagen, Gewerkschaftsverträge und Lieferkettenprobleme fesseln das Unternehmen. Jede zusätzliche Vorschrift kostet Zeit und Kapital. Solange Regulierer mehr Papier verlangen als Flugzeuge gebaut werden, bleibt das Tempo politisch, nicht technisch bestimmt.
Was wirklich zählt
Für Investoren entscheidet einzig, ob Boeing mehr Maschinen ausliefert als es Cash verbrennt. ESG-Punkte, Diversity-Quoten und Washingtoner PR sind Nebensache. RBC setzt auf den versprochenen Hochlauf. Wer daran zweifelt, verkauft jetzt.

