Blossom Tales: The Sleeping King für die Switch im Test

Wer erinnert sich noch gerne an die Zeit, in der man zu Hause vor seinem Super Nintendo hockte und The Legend of Zelda zockte. A Link to the Past gilt heute noch als Meilenstein und hat viele Werke hervorgerufen, sie sich klar von diesem Titel inspirieren ließen. Seit kurzem gibt es auch auf der Switch mit Blossom Tales ein solches Spiel. Ob es genügend Alleinstellungsmerkmale besitzt oder ein simpler Abklatsch ist, haben wir für euch getestet!

Altbekanntes Spielprinzip

Zwei kleine Kinder spazieren zu ihrem Großvater. Sie wollen die obligatorische Geschichte erzählt bekommen, bevor es ins Bett geht. Dieses Mal soll es allerdings spannender sein als sonst. Sie wollen etwas neues! Also holt der Großvater aus und erzählt die Geschichte von Lily, die gerade in der Ausbildung zu einer Ritterin der Rose steckt. Während sie gerade die Festivitäten ihrer Aufnahme in den Ritterorden genießen möchte, greift der Bruder des Königs, der Hexer Krokus an und versetzt den König in einen tiefen Schlaf. Lily macht sich nun auf eigene Faust auf den Weg, drei Zutaten für ein Heilmittel zu finden, um den König zu retten und Krokus das Handwerk zu legen.

Im Gegensatz zur Inspiration trifft es dieses Mal also keine Prinzessin, sondern den König des Landes. Auf einer großen Karte, die wie beim Vorbild von Bildschirm zu Bildschirm scrollt, wenn ihr ein neues Gebiet betretet, schlagt ihr euch so mit eurem Schwert durch die Gegnerhorden. Die altbekannte Wirbelattacke ist auch dabei. Insgesamt fünf Dungeons durchquert ihr, löst Rätsel, besiegt einen Boss und erhaltet diverse Items, die euch mehr Möglichkeiten im Kampf bieten oder zur Lösung von Geheimnissen benötigt werden.

Bomben schlagen Löcher in rissige Wände, mit Pfeilen könnt ihr Zielscheiben treffen, der Bumerang sammelt Gegenstände in der Ferne für euch ein. Kommt euch bekannt vor? Kein Wunder, es spielt sich nämlich auch fast genauso wie beim großen Vorbild. Das ist vom Spiel allerdings auch so gewollt. Es wird zu keiner Sekunde ein Hehl daraus gemacht, wo die eigentliche Inspiration für Blossom Tales liegt.

Blossom Tales als märchenhafte Gute Nacht Geschichte

Die Alleinstellungsmerkmale seht ihr vor allem im Gegnerdesign, den unterschiedlichen Dörfern, die ihr besucht und den unterhaltsamen Dialogen. Die vielen Menschen, die ihr trefft, haben immer einen sympathischen Spruch auf den Lippen oder geben euch sogar eine kleine Quest, die ihr lösen könnt. So habt ihr einiges zu tun, wenn ihr nicht gerade das Königreich rettet. Leider fehlt hier etwas die Abwechslung, da es meist stupide Sammelquests sind, die euch dann neue Gegenstände oder Herzcontainer geben. Von denen benötigt ihr wieder vier Stück, um mehr Lebensenergie zu haben.

Eine schöne Idee ist, dass ihr in Blossom Tales eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt bekommt. Immer wieder seht ihr das Gespräch zwischen Großvater und Kindern, die dann auch ihre eigenen Ideen einbringen wollen. So entscheidet ihr zum Beispiel, ob ihr jetzt eher gegen einen Piraten oder einen Ninja kämpfen wollt. Aus diesem Ansatz wurde nur leider etwas zu wenig gemacht. Mehr solcher Entscheidungen hätten dem Spiel definitiv gut getan, da in der aktuellen Form dieser schöne Ansatz eher ein kleines Gimmick und kein tolles Feature geworden ist.

Über Wiesen und Wälder, Berge und Dungeons

Die Oberwelt ist wirklich liebevoll gestaltet, so dass ihr ein Bedürfnis entwickelt, sie auch retten zu wollen. Die Sümpfe, Eislandschaften oder Wälder bieten große Abwechslung, so dass ihr euch schnell merken könnt, wo ihr euch gerade auf der Karte befindet. Überall findet ihr neue Gegner oder Wesen, mit denen ihr euch unterhalten könnt, die allesamt in schöner Pixeloptik gestaltet sind. Bei den Menschen fehlt im Design leider etwas die Abwechslung. So verliert ihr hier schnell den Überblick, wem ihr in einer Quest zum Beispiel einen Brief bringen müsst. Wenn genau so viel Detailverliebtheit in die Menschen geflossen wäre wie in das Design der Gegner, hätte es das Spiel optisch nochmals deutlich aufgewertet.

Das eigentliche Highlight solcher Spiele sollte aber immer in den Dungeons liegen. Darauf kommt es schließlich an, oder? Ihr wollt Rätsel lösen, epische Bosskämpfe bekommen und tolle Items finden. Wenn die Gegner schon so schön gestaltet sind, müssen die Dungeons in Blossom Tales doch großartig sein! Das stimmt allerdings nicht so ganz. Die Dungeons sind leider allesamt etwas zu einfallslos. Zwar findet ihr immer ein kleines Element, dass als Alleinstellungsmerkmal funktioniert, die meisten Rätsel wiederholen sich allerdings zu oft.

Herausforderung gesucht!

Neben schönen Lava- oder Eishindernissen kommt es eben auch immer wieder zu Rätseln, in denen ihr auf einer Fläche die Fliesen in richtiger Reihenfolge betreten müsst oder Blöcke auf Schalter schiebt. In jedem Tempel sehen diese Rätselräume dabei gleich aus und hängen euch irgendwann zum Hals raus. Auch Erinnerungspuzzle tauchen zu oft auf. In denen müsst ihr nach Simon-Says-Manier Steine in der richtigen Reihenfolge mit eurem Schwert schlagen. Durch die gelösten Rätsel öffnet sich dann immer eine Tür zum nächsten Raum. Einzig der letzte Dungeon bietet hier mit einem großen, neuen Element etwas Abwechslung, wenn ihr euch einer elektrischen Barriere gegenüber seht.

Ein weiteres Problem ist dann auch der Schwierigkeitsgrad. Euch stehen zwar massig Items zur Verfügung, die ihr im Kampf nutzen könnt, eine bestimmte Taktik braucht ihr allerdings fast nie. Meist reicht es, einfach mit dem Schwert auf eure Gegner zu kloppen, bis diese das Zeitliche segnen. Das klappt sogar bei den großen Bosskämpfen, so dass ich nie vor dem Problem stand, herauszufinden, wo der Schwachpunkt liegt. Selbst das neue Item des Dungeons müsst ihr dafür nicht benutzen. Obwohl die Gegner allesamt also wirklich schön aussehen, stellen sie euch vor keine große Herausforderung. Die ca. sieben Stunden Spielzeit plätschern also eher so dahin.

Fazit

Natürlich könnt ihr versuchen, jedes Geheimnis der Welt zu finden, um so mehr Zeit mit dem Spiel zu verbringen. Durch die fehlende Abwechslung der Rätsel und Quests motiviert das allerdings kaum. Das heißt aber nicht, dass die Spielzeit zu kurz wäre. Wir hatten eine sehr schöne Zeit mit Blossom Tales, haben uns von schöner Musik begleitet durch die Welt geschlagen und die Switch selten zur Seite gelegt.

Das Spiel macht definitiv Spaß! Und wer Freude an den alten Spielend er Zelda-Reihe hatte, wird auch hier eine gute Zeit haben. Die kurze Spieldauer sorgt nämlich dafür, dass die eintönigen Elemente nicht zu schwer ins Gewicht fallen. Doch trotzdem ist die Spielzeit auch zu lang, als dass die Probleme nicht auffallen würden. Und das ist der Knackpunkt: Es steckt viel mehr Potential im Spiel, welches leider nicht genutzt wurde. Blossom Tales könnte absolut großartig sein, weil das Fundament dafür absolut stimmig ist. So ist es eben nur „okay“ und damit ein ganz netter Zeitvertreib, der allerdings nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

Gaming
[next-gamer.de] · 22.01.2018 · 15:31 Uhr
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