Bitcoin-Wale bewegen große Summen nach Coldcard-Chaos

Die Aktivität im Bitcoin-Netzwerk hat in der vergangenen Woche stark zugenommen. Laut Daten von Santiment waren 712.000 Adressen in den letzten sieben Tagen aktiv, was einen Höchststand der letzten drei Monate darstellt.
Auch die Aktivität der Wale erreichte einen Fünf-Monats-Höchststand. In diesem Zeitraum wurden 61.800 Transaktionen im Wert von mehr als $100.000 registriert.
Coldcard-Vorfall treibt Netzwerkaktivität an
Der jüngste Sicherheitsvorfall mit der Coldcard-Hardware-Wallet wird als offensichtlicher Auslöser für den Anstieg der Aktivität angesehen. Berichten zufolge sind die Angriffe Ende Juli auf schwache Schlüssel zurückzuführen, die von betroffenen Geräten generiert wurden. Santiment schätzt die Verluste auf über 2.055 BTC, was etwa $130 Millionen entspricht. Betroffene Nutzer haben daraufhin ihre Gelder umgeschichtet, Wallets konsolidiert und ihre Exposition verringert.
Galaxy Research identifizierte, dass die Token aus 7.300 Adressen in drei bestätigten Angriffswellen gestohlen wurden. Zudem wurden 14 kleinere Sicherheitsvorfälle festgestellt. Die Exploits stehen im Zusammenhang mit einem Problem, das Seeds betrifft, die auf den Coldcard Mk3, Mk4, Mk5 und Coldcard Q Firmware-Versionen von Coinkite generiert wurden.
Coinkite veröffentlichte daraufhin Notfall-Firmware-Updates für alle betroffenen Modelle und bestätigte die Vernichtung des verbleibenden anfälligen Bestands. Das Problem wurde am 30. Juli öffentlich bekannt. Die Vorfälle schienen automatisierte, programmatische Sweeps zu beinhalten, möglicherweise mit Unterstützung von großen Sprachmodellen.
Galaxy Research vermutet, dass die Verluste höher sein könnten, falls eine potenzielle vierte Angriffswelle bestätigt wird. Eine spezifische Bestätigung von Opfern wurde jedoch nicht erhalten.
Santiment warnte zudem, dass die Bitcoin-Volatilität in den kommenden Wochen erhöht bleiben könnte. Angst könnte Kleinanleger dazu bringen, zu verkaufen. Gleichzeitig könnte die fortgesetzte Akkumulation durch Wale und die "sicherheitsgetriebene" Bewegung von Coins das liquide Angebot in den kommenden Monaten reduzieren, wenn stärkere Halter die Panik absorbieren.
Hürden beim Auszahlen
Die gestohlenen Bitcoins könnten schwer in Bargeld umzuwandeln sein, so Leone Parise, Mitbegründer und CTO von Trace Finance. Zu den Monetarisierungsaussichten der gestohlenen Gelder sagte Parise:
"Not at anything close to face value. These are the most heavily surveilled UTXOs in BTC's history: dormant for years, then moved in a burst, which is exactly the kind of signature that makes clustering trivial. Bitcoin can't be frozen, but every regulated on-ramp can refuse these coins.
That leaves mixers, cross-chain bridges, OTC desks in weak jurisdictions, and peer-to-peer channels, all of which cost real money and introduce counterparty risk. They'll extract a fraction, over years, with heavy leakage. $100M on-chain is not $100M in the bank."

