Bitcoin nähert sich dem Ende der Bärenmarktphase – Steht eine breitere Erholung bevor?

Ein aktueller Bericht von Bitfinex Alpha zeigt, dass Bitcoin typischerweise eine fünf- bis sechsmonatige Bärenmarktphase durchläuft, in der der Kurs unter dem realisierten Preis der kurzfristigen Halter liegt. Der fünfte und sechste Monat markieren die Endphase dieses Zeitraums, nach der eine breitere Erholung des Vermögenswerts erwartet wird.
Der Juli stellt den fünften Monat dieser Bärenphase dar, und Analysten gehen davon aus, dass BTC eine signifikante Erholung erleben könnte. Während es positive Dynamiken gibt, die den Aufschwung in den kommenden Wochen antreiben könnten, haben Marktexperten auch Faktoren identifiziert, die die Erholung stören könnten.
Ende der fünfmonatigen Bärenphase für BTC
Laut Bitfinex-Analysten könnte die positive Saisonalität des Juli die Erholung vorantreiben, jedoch könnten makroökonomische Faktoren wie der Verbraucherpreisindex (CPI) der USA im Juni und geopolitische Spannungen im Nahen Osten hinderlich sein. Das Ende des fünf- bis sechsmonatigen Zeitfensters allein reicht nicht aus, um eine breitere Erholung für BTC zu bestätigen; auch makroökonomische und Nachfragedynamiken müssen im Einklang stehen.
Bisher hat BTC in diesem Monat rekordverdächtige Unternehmensverkäufe absorbiert und geopolitische Spannungen überstanden. In der vergangenen Woche wurde der Vermögenswert aus allen Richtungen getroffen; Strategien führten ihren größten Verkauf aller Zeiten durch, und die US-Notenbank sah sich weiterhin mit internen Spannungen konfrontiert.
Trotz der schwierigen Bedingungen konnte BTC seine Spanne zwischen $61.300 und $64.700 halten. Die Widerstandsfähigkeit des Vermögenswerts wurde weiter durch Bitcoin-ETFs unterstützt, die nach neun Wochen erstmals wieder Zuflüsse verzeichneten. Diese Produkte verzeichneten Nettozuflüsse von $197,4 Millionen, das erste Mal seit über zwei Monaten.
Obwohl die Zuflüsse in ETFs eine Erholung der institutionellen Nachfrage widerspiegeln, bleibt BTC weiterhin abhängig von der makroökonomischen Umgebung, und die positive Saisonalität des Juli bleibt sekundär.
ETFs durchbrechen neuntägige Abflussserie
Aus einer detaillierteren Perspektive glauben Analysten, dass das Muster der ETF-Zuflüsse wichtiger ist als die Gesamtsumme. Die Zuflüsse traten eher an ruhigeren Tagen auf und gingen zurück, wenn sich geopolitische Spannungen verschärften. Dies deutet darauf hin, dass die institutionelle Nachfrage noch keinen dauerhaften Boden gefunden hat.
Ein wichtiger Indikator, den es zu beobachten gilt, ist der 30-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) der ETF-Nettozuflüsse. Diese Kennzahl verfolgt die primäre Richtung der institutionellen Positionierung und den anhaltenden Trend der Marktnachfrage. Der SMA zeigt, dass der monatliche Trend der ETF-Flüsse weiterhin in einem Zustand der Netto-Kontraktion bleibt, mit täglichen Rücknahmen in Höhe von $88,9 Millionen.
Die nächsten Bewegungen des SMA werden davon abhängen, ob die Saisonalität des Juli stark genug ist, um makroökonomische Spannungen in den kommenden Wochen zu überlagern.

