Bitcoin-Kurs fällt, während neuer Fed-Vorsitzender Kevin Warsh Zinsen unverändert lässt

Beim ersten Treffen des Offenmarktausschusses (FOMC) unter der Leitung des neuen Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh, gab es keine Überraschungen. Die Zentralbank ließ die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert.
Der Leitzins bleibt somit in der Spanne von 3,5% bis 3,75%. Der Bitcoin-Kurs reagierte zunächst mit leichter Volatilität, jedoch gibt es Anzeichen für eine mögliche bevorstehende Korrektur.
Bereits vor knapp zwei Monaten hatte die Fed unter dem damaligen Vorsitzenden Jerome Powell die Zinsen zum dritten Mal in Folge unverändert gelassen. Powell deutete jedoch an, dass Zinserhöhungen folgen könnten.
Obwohl das heutige Ereignis als unspektakulär beschrieben wurde, bemerkte David Wessel, Direktor des Hutchins Center on Fiscal and Monetary Policy, dass Kevin Warsh nun die Möglichkeit habe, nach Jahren der Kritik Veränderungen bei der Fed vorzunehmen.
Eine Umfrage unter Fondsmanagern der Bank of America ergab, dass 55% erwarteten, Warsh würde bei der Pressekonferenz eine restriktive Haltung einnehmen. Stephen Juneau, US-Ökonom der Bank, vertrat jedoch die gegenteilige Meinung.
„The investor consensus seems to be that Warsh will lean hawkish in his press conference. We think he’ll be dovish.”
Der Bitcoin-Kurs zeigte sich in den Stunden vor dem Ereignis leicht volatil, fiel zunächst unter $65.000, bevor er auf $66.400 anstieg. Nach Bekanntgabe der unveränderten Zinsen sank der Kurs jedoch um über $1.000.
Krypto-Experten hatten zuvor darauf hingewiesen, dass das erste FOMC-Treffen und die anschließende Pressekonferenz von Warsh eines der wichtigsten makroökonomischen Ereignisse für die Branche sein könnten.

