Bitcoin im Angebot? Coinbase-Manager berichtet von Käufen durch Institutionen und Regierungen

John D’Agostino, Leiter der institutionellen Strategie bei Coinbase, berichtet, dass große Investoren trotz des jüngsten Kursrückgangs von Bitcoin nicht aussteigen. Selbst nachdem der Kurs erstmals seit Oktober 2024 unter die Marke von $60.000 gefallen ist, sehen institutionelle Investoren, Family Offices und staatlich verbundene Käufer den Rückgang als Gelegenheit zum Kauf.
In einem Interview mit CNBC erklärte D’Agostino, dass viele dieser Investoren den Rückgang als Chance zur Akkumulation betrachten, anstatt sich zurückzuziehen. Er betonte, dass diese Investoren über Monate und Jahre hinweg die Anlageklasse analysiert haben und bei niedrigeren Preisen eher geneigt sind, zu kaufen.
D’Agostino berichtete von Gesprächen im Nahen Osten, die darauf hindeuten, dass große Käufer mit dem Kursrückgang zufrieden sind. „Die Family Offices in den VAE sowie Regierungs- und Staatsfonds freuen sich, Bitcoin zu einem günstigeren Preis erwerben zu können,“ sagte er.
Stärkere Bitcoin-Infrastruktur laut Coinbase-Manager
D’Agostino argumentierte, dass die institutionelle Infrastruktur rund um Bitcoin heute wesentlich robuster ist als bei früheren Kursrückgängen. Coinbase beobachtet, dass die „institutionelle Infrastruktur“, die Bitcoin und andere Krypto-Assets unterstützt, sich sowohl in bullischen als auch in bärischen Marktphasen weiterentwickelt.
Er verwies auf Spot-ETFs als Beweis dafür, dass die Nachfrage von Privatanlegern und Institutionen trotz des Preisverfalls nicht eingebrochen ist. Trotz eines Rückgangs von fast 50% vom Höchststand hat das Interesse der Privatanleger nur um etwa 15% abgenommen.
Makrodruck, Hebelwirkung und Marktstruktur
Auf die Frage nach den Gründen für den Kursrückgang nannte D’Agostino mehrere Faktoren: Risikoaversion, der Verkauf liquider Vermögenswerte zur Finanzierung anderer Gelegenheiten, anhaltend hohe Zinssätze und Unsicherheiten bezüglich der regulatorischen Klarheit. Er betonte, dass Volatilität ein Merkmal von langfristigen, rohstoffähnlichen Vermögenswerten sei.
Er hob hervor, dass institutionelle Investoren nicht übermäßig gehebelt sind, im Gegensatz zu Privatanlegern auf Offshore-Börsen, wo extreme Hebelwirkung zu schnellen Liquidationen führen kann. Große Investoren scheinen in der Lage zu sein, kontinuierlich Kapital zu beschaffen, um ihre Kaufaktivitäten zu unterstützen.
D’Agostino schloss mit der Feststellung, dass er keine Panik unter institutionellen Investoren beobachtet. Vielmehr prüfen große Investoren die günstigsten Möglichkeiten, neues Kapital zu beschaffen und ihre Exponierung gegenüber einem Vermögenswert zu erhöhen, den sie bei $125.000 liebten, bei $100.000 mochten und bei $65.000 noch mehr lieben.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag der Bitcoin-Kurs bei $63.345.

