Beyond Meat, CureVac, GameStop & Co: Diese Aktien haben sich mehr als 50% von ihren Jahreshochs entfernt

• Aufsehenerregende Kursentwicklungen bei GameStop, Virgin Galactic & Co.
• Beliebte Aktien haben mehr als 50 Prozent an Wert verloren
• Diversifizierung wichtig

Das Börsenjahr 2021 war, wie bereits das vergangene Jahr, geprägt von diversen Unsicherheiten - Corona, Omikron und Co. belasten weiterhin. Jüngst kam es wieder zu einem massiven Kursrutsch an den Aktienmärkten weltweit, nachdem eine neue Corona-Variante entdeckt wurde. Dennoch blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Während der DAX bislang um rund 11 Prozent gestiegen ist, kletterte der Dow Jones um rund 13 Prozent, der NASDAQ Composite hat seinen Wert seit Jahresstart um rund 17 Prozent gesteigert, der S&P 500 stieg um fast 21 Prozent an (Stand: Schlusskurse vom 3. Dezember). Doch nicht nur diese Indizes haben überraschende Entwicklungen hingelegt, auch zahlreiche Aktien sorgten mit ihren Kursentwicklungen für Aufsehen - sowohl im positiven, als aber auch im negativen Sinn. So haben sich etwa CureVac, GameStop und viele weitere bekannte Papiere mehr als 50 Prozent von ihren zuvor erreichten Jahreshochs entfernt.

Virgin Galactic

Das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic, gegründet von Richard Branson, ist 2019 via SPAC an die New Yorker Börse (NYSE) gegangen. Bislang ist das Unternehmen nicht profitabel, auch das dritte Quartal dieses Jahres beendete Virgin Galactic erneut mit einem Verlust. Das Weltraumunternehmen startete mit einem Kurs von 23,73 US-Dollar in das Jahr 2021, inzwischen ist ein Papier lediglich noch 14,37 US-Dollar wert - ein Verlust von über 39 Prozent (Stand ist der Schlusskurs vom 03.12.21). Gegenüber dem Jahreshoch, das die Aktie im Februar bei 62,80 US-Dollar erreichte, fällt der Verlust noch deutlich dramatischer aus: ein Minus von rund 77 Prozent.

Experten stehen der Aktie teilweise skeptisch gegenüber: "Die Aktie ist schon stolz bepreist und nur bedingt als spekulatives Liebhaberobjekt geeignet", sagte der für seine Wirtschaftsbücher bekannte Autor Marc Friedrich gegenüber Business Insider bereits Mitte des Jahres.

Peloton

Das US-Unternehmen für Fitnessgeräte Peloton wurde 2021 gegründet und ist an der NASDAQ gelistet. Peloton profitierte zwischenzeitlich enorm von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns - als Stay-at-Home-Aktie galt das Unternehmen als einer der High-Flyer an der Börse. Denn Menschen verbrachten viel Zeit zu Hause, Fitnessstudios waren zeitweise geschlossen, trotzdem wollten Menschen fit bleiben und griffen daher auf Fitnessgeräte für Zuhause zurück. Aufgrund der Aufhebung der Corona-Beschränkungen, dem Fortschreiten der Impfkampagne sowie nachlassenden Sorgen war Peloton zuletzt zunehmend weniger gefragt. Im November kappte das Unternehmen dann auch noch die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr um bis zu eine Milliarde US-Dollar, woraufhin die Aktie um fast 36 Prozent einbrach.

War das Papier zu Jahresbeginn noch 151,72 US-Dollar wert, stürzte der Kurs im Verlauf um über 71 Prozent ein auf nun 43,55 US-Dollar (Stand ist der Schlusskurs vom 03.12.21). Verglichen zum Jahreshoch bei 171,09 US-Dollar im Januar steht sogar ein Abschlag von rund 75 Prozent zu Buche.

Beyond Meat

Auch der Hype um den US-amerikanischen Nahrungsmittelproduzenten veganer Fleischersatzprodukte Beyond Meat ist inzwischen abgeebbt. Während die Aktie im Jahr 2020 noch zu den Börsenüberfliegern zählte, ist die Performance in diesem Jahr alles andere als stark gewesen. Im dritten Quartal verzeichnete Beyond Meat einen Verlust in Höhe von 54,8 Millionen US-Dollar, die Erlöse stiegen derweil um 13 Prozent auf 106,4 Millionen US-Dollar.

Gegenüber dem Jahreshöchststand, den Beyond Meat im Januar dieses Jahres an der NASDAQ bei 221 US-Dollar erreichte, hat sich die Aktie mittlerweile um rund 71 Prozent verbilligt. Seit Jahresbeginn - das Papier startete mit 125 US-Dollar in 2021 - haben Beyond Meat-Anteilsscheine etwa 48 Prozent ihres Wertes eingebüßt auf zuletzt 64,61 US-Dollar (Stand ist der Schlusskurs vom 03.12.21).

CureVac

CureVac ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit rechtlichem Sitz in den Niederlanden und Zentrale in Tübingen, das auf die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln auf der Grundlage von mRNA spezialisiert ist. Das Unternehmen arbeitet seit geraumer Zeit unter anderem an einem COVID-19-Impfstoff. Mitte Oktober teilte CureVac nach schwachen Studienergebnissen mit, diesen doch nicht auf den Markt bringen zu wollen. Stattdessen entwickeln die Tübinger nun gemeinsam mit GlaxoSmithKline ein Vakzin der zweiten Generation. In einer präklinischen Studie mit Affen fielen die bisherigen Ergebnisse deutlich besser aus als beim ersten Versuch.

Im dritten Quartal dieses Jahres konnte CureVac seine Umsätze kräftig steigern, der Verlust wurde dabei aber ebenfalls massiv ausgeweitet. War die an der NASDAQ gelistete Aktie zu Beginn des Jahres noch 81,07 US-Dollar wert, notiert sie mittlerweile noch bei 43,58 US-Dollar (Stand ist der Schlusskurs vom 0s.12.21) - ein Abschlag von rund 46 Prozent. Gegenüber dem Jahreshoch bei 133 US-Dollar im Februar stehen die Anteilsscheine inzwischen rund 67 Prozent tiefer.

GameStop

Die US-Einzelhandelskette für Computerspiele und Unterhaltungssoftware, GameStop, hat in diesem Jahr enorm viel Aufmerksamkeit erfahren. Eine WallStreetBets-Bewegung hatte GameStop als gern gesehenes Ziel von Shortsellern aufgetan und die Aktie in neue Höhen getrieben. GameStop gilt damit als prominenteste Meme-Aktie. Physischer Verkauf gilt jedoch mittlerweile als veraltet, Menschen shoppen vermehrt online, weshalb das Unternehmen plant, sich komplett zu transformieren: vom Videospieleverkäufer zum Tech-Unternehmen. Konkrete Maßnahmen sind bislang allerdings nicht bekannt.

Im Januar erreichte die GameStop-Aktie an der NYSE ihr Jahreshoch bei 483 US-Dollar. Inzwischen wird das Papier rund 64 Prozent tiefer bei 172,39 US-Dollar gehandelt. Seit Jahresstart hat GameStop dennoch stolze 815 Prozent an Wert hinzugewonnen (Stand ist der Schlusskurs vom 03.12.21).

Neben den zuvor aufgeführten Unternehmen mussten auch die Aktien etwa von Palantir, Pinterest oder Zoom jeweils mehr als 50 Prozent Werteinbußen in diesem Jahr bislang hinnehmen. In Anbetracht dieser Entwicklungen sollten Anleger stets darauf achten, ihr Portfolio ausreichend zu diversifizieren und nicht nur auf ein Unternehmen zu setzen.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 06.12.2021 · 23:54 Uhr
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