Berliner Grüne verteidigen Wasserwerfereinsatz vor Bundestag

Berlin (dts) - Berlins grüne Spitzenkandidatin Bettina Jarasch hat den Wasserwerfereinsatz gegen Demonstranten vor dem Reichstag verteidigt. Am Mittwoch hätten Tausende gegen die Auflagen verstoßen und damit die Berliner Bevölkerung gefährdet, auch Polizisten seien verletzt worden, sagte Jarasch der "Welt" (Freitagausgabe). "Nach mehrmaligen Aufforderungen muss das dann Konsequenzen haben."

Die Grünen hätten sich von Anfang an dafür eingesetzt, dass Demonstrationen auch in Pandemiezeiten möglich sein müssen, jedoch nur "unter Auflagen wie Abstände und Masken", sagte Jarasch. Gleichzeitig sprach sie sich für eine Neuauflage des rot-rot-grünen Bündnisses nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus im kommenden Jahr aus. "Diese Koalition hat viel angestoßen und wir können uns eine Fortsetzung dieses Bündnisses vorstellen", sagte Jarasch, allerdings unter grüner Führung. Zu einem möglichen schwarz-grünen Bündnis äußerte Jarasch sich ablehnend. Spitzenkandidat Kai Wegner wolle die CDU gerne als liberale, moderne Großstadtpartei aufstellen: "Aber das ist die Berliner CDU bei Weitem nicht", sagte Jarasch. "Die Kandidatin, die das vielleicht hätte verkörpern können, nämlich Kulturstaatssekretärin Monika Grütters, haben sie abgeschossen." Vor der Konkurrenz durch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, der designierten Spitzenkandidatin der Berliner SPD, habe sie keine Angst, sagte Jarasch. "Im Gegenteil. Ich freue mich auf den Wahlkampf." Wie sich Giffeys Verzicht auf ihren Doktortitel und die erneute Überprüfung ihrer Dissertation durch die FU Berlin auswirkt, wollte Jarasch nicht bewerten. "Es ist Sache der SPD, wen sie in den Wahlkampf schickt." Jarasch zeigte sich überzeugt, der Aufgabe als Frontfrau der Grünen gewachsen zu sein. "Ich kann Veränderungen bewirken, die wir in dieser Stadt so dringend brauchen. Und zwar dadurch, dass ich Menschen überzeugen und hinter einem Ziel versammeln kann", so Jarasch. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Fraktionschefin Antje Kapeck hätten sie vorgeschlagen, weil ihre Fähigkeiten erprobt seien und sie dies als ehemalige Landesvorsitzende jahrelang unter Beweis gestellt habe: "Sie wissen, was sie an mir haben." Ihre fehlende Bekanntheit problematisierte sie nicht. "Ich erlebe, dass die Menschen neugierig auf mich sind und ins Gespräch kommen wollen." Als wichtigste Themen nannte sie die Verkehrswende, die bezahlbare Stadt, eine zukunftsfähige Wirtschaft und eine offene Gesellschaft.
Politik / DEU / BER / Proteste
19.11.2020 · 16:45 Uhr
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