Berlin-Wahl: Linke führt, Altparteien-Kartell wankt – AfD hält die Linie
Einen Monat vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin zeigt eine Forsa-Umfrage für t-online ein klares Bild: Die Linkspartei mit Spitzenkandidatin Elif Eralp führt mit 22 Prozent.
CDU und AfD folgen mit je 18 Prozent, die Grünen liegen bei 16 Prozent und die SPD bei 12 Prozent. BSW und FDP bleiben mit 4 und 3 Prozent draußen.
Die Wahl am 20. September entscheidet über die nächste Landesregierung. Aktuell regiert eine Koalition aus CDU und SPD – doch der amtierende Bürgermeister Kai Wegner zieht sich zurück. Nach dem Stromausfall-Chaos im Januar schickt die CDU nun Finanzsenator Stefan Evers ins Rennen.
Ein Zweierbündnis reicht nicht mehr. Denkbar sind nur noch Dreier-Koalitionen: Linke mit Grünen und SPD oder CDU mit Grünen und SPD. Die erste Variante gilt laut Umfrage als beliebtester Wunsch der Befragten.
Zwischen CDU, Linken und AfD wechselten sich zuletzt die Umfrage-Spitzen ab. Vor einer Woche sah Insa die CDU bei 20 und die Linke bei 19 Prozent. Die aktuelle Forsa-Erhebung vom 4. bis 18. August mit 1.535 Befragten liegt innerhalb der üblichen Fehlertoleranz von drei Prozentpunkten.
Wahlumfragen sind Momentaufnahmen. Wer jetzt noch glaubt, mit Steuererhöhungen, Regulierungswut und grün-roten Experimenten Wähler zurückzugewinnen, unterschätzt die Berliner. Die AfD bleibt bei ihrem Kurs – Grenzschutz, weniger Bürokratie, mehr Freiheit für die Bürger. Die anderen kopieren inzwischen Teile davon, aber nur die AfD hat von Anfang an gesagt, wo es langgeht.

