Bekommen die Wall Street-Größen NYSE, NASDAQ und Co. Konkurrenz?

Die New York Stock Exchange (NYSE), die Technologiebörse NASDAQ sowie die Options-Börse Chicago Board Operations Exchange (CBOE) sind als weltweit größte Wertpapierbörsen bekannt. Dass nun eine neue, konkurrierende Aktienhandelsplattform eröffnet werden soll, belastete die Aktien der Unternehmen hinter diesen Börsenschwergewichten kurz nach deren Ankündigung am Montag.

Die Gründung der Members Exchange

Am 7. Januar dieses Jahres wurde in einer offiziellen Bekanntgabe verkündet, dass sich neun führende Finanzweltriesen zusammengetan haben, um einen eigenen Handelsplatz anzubieten: Die Members Exchange - oder auch MEMX. Die neue Börse wird vollständig den Gründungsmitgliedern gehören, die sich aus namhaften Größen der Finanzbranche zusammensetzen: Zu diesen zählen der multinationale Finanzdienstleister Bank of America Merrill Lynch, das Investmentunternehmen Charles Schwab, der Wertpapierhändler Citadel Securities und die Finanzdienstleistungsfirma E-Trade. Außerdem gehören die Investmentbank Morgan Stanley sowie die Brokerfirma TD Ameritrade, Fidelty Investments, die Schweizer Großbank UBS und das Market-Making-Unternehmen Virtu Financial zu den Gründern. Noch Anfang dieses Jahres intendieren die neun Konzerne, den Antrag als nationale Wertpapierbörse bei der Securities and Exchange Commision (SEC) für die MEMX einzureichen - nach der Genehmigung, die sich womöglich bis zu einem Jahr hinziehen kann, soll die Börse an den Start gehen.

Das Ziel der MEMX

Hauptinhalt der Members Exchange soll sein, durch einen erhöhten Wettbewerb und eine breitgefächerte Börsenlandschaft für private und institutionelle Anlegern Vorteile durchzuringen und so zur Verbesserung der Märkte beizutragen - das erweiterte Konkurrenzspektrum solle demnach für Diversifizierung sorgen und die "Robustheit, Stabilität und Innovation des Gesamtmarktes" erhöhen, verlautet Members Exchange auf seiner Webseite. Von den 13 größten Handelsplätzen in den USA werden zwölf durch die drei Unternehmen Intercontinental Exchange, NASDAQ und CBOE Global Markets betrieben.

Genauer bestehe die Intension, das operative Geschäft transparenter zu gestalten, parallel die Fixkosten zu reduzieren und den Aktienhandel an sich zu erleichtern. Es soll also ein einfaches Handelsmodell, mit kostengünstigen Gebühren und neuesten Technologien entstehen, heißt es in der Mitteilung vom Montag. Douglas Cifu, CEO bei Virtu Financial, führt die "marktweite Nachfrage nach Wettbewerb, Innovation und Transparenz" als einen der Gründe dafür an, dass MEMX ins Leben gerufen wurde.

Was ist der Unterschied zu anderen Börsenplätzen?

Wie die Members Exchange auf der eigenen Webseite verlautet, wird sie als Börsenplatz Anlegern neue Optionen bieten: Unter anderem soll dazu eine begrenzte Anzahl an Auftragstypen beitragen, die gleichzeitig eine transparente Interaktion bietet. Darüber hinaus werde durch neueste Technologien eine schnelle und effiziente Abwicklung ermöglicht. Ein weiterer, wichtiger Punkt stellen die niedrigen Gebühren dar - die Kosten der längst etablierten, amerikanischen Börsenbetreiber sind Anlegern wohl bereits ein Dorn im Auge.

Konjunktur/Wirtschaft
[finanzen.net] · 11.01.2019 · 13:00 Uhr
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