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Beiersdorf-Aktie unter Druck: Beiersdorf erfüllt Wachstumsprognose

Deutlich schlechter entwickelte sich dagegen die Klebstoffsparte Tesa, die unter der Schwäche in der Automobilindustrie leidet.

Der Umsatz stieg 2019 vorläufigen Berechnungen zufolge um 5,8 Prozent auf 7,65 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Organisch - sprich bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe - lag das Plus bei 4,1 Prozent und damit im Rahmen der Prognose von 3 bis 5 Prozent Wachstum.

Die operative Umsatzrendite (Ebit) dürfte etwa 14,5 Prozent erreicht haben, was ebenfalls im Rahmen der Unternehmenserwartungen liegt. Wegen hoher Investitionen lag diese damit wie prognostiziert unter dem Vorjahreswert von 15,4 Prozent.

Das Konsumgütergeschäft konnte mit einem organischen Wachstum von 4,8 Prozent erheblich zulegen. Allerdings schwächte sich die Dynamik im Schlussquartal leicht ab, was unter anderem an einem nachlassenden Wachstum bei La Prairie sowie einem Umsatzrückgang im Pflastergeschäft rund um die Marke Hansaplast lag.

Das Klebstoffgeschäft Tesa schwächelte weiter und verzeichnete wegen des schwierigen Marktumfeldes nur ein leichtes Wachstum von organisch 0,8 Prozent. Auch hier entwickelte sich das vierte Quartal schwächer als die ersten neun Monate, als Tesa noch ein Plus von 1,2 Prozent erreicht hatte. Die bereits Ende Oktober gesenkte Prognose von einem Wachstum von 1 bis 2 Prozent verfehlte die Sparte dabei leicht.

Auf das neue Geschäftsjahr blickt Beiersdorf-Chef Stefan De Loecker mit "vorsichtiger Zuversicht". So rechne das Unternehmen mit "Gegenwind", sehe aber auch "große Chancen und Potenziale, die wir mit weiteren Investitionen voll ausschöpfen werden". Analystin Molly Wylenzek von Investmenthaus Jefferies sieht in diesen Aussagen Hinweise auf einen womöglich fortgesetzten Margendruck. Die ausführlichen Zahlen will Beiersdorf am 3. März vorstellen.

So reagiert die Beiersdorf-Aktie

Die Aktien von Beiersdorf haben nach den Umsatzzahlen für das vierte Quartal nachgegeben. Zum Handelsschluss verloren sie im Xetra-Geschäft 0,93 Prozent auf 106,00 Euro. Damit setzt die Aktie ihre Konsolidierung seit September zwischen rund 102 und etwa 108 Euro fort.

Analystin Celine Pannuti von JPMorgan bezeichnete die Zahlen in einer ersten Einschätzung als etwas schwächer als erwartet. Belastet habe die enttäuschende Entwicklung von Tesa. Dagegen sei das Geschäft mit Pflegeprodukten wie Niveau und Eucerin gut gediehen. Daher stünden die Vorzeichen für das Wachstum in diesem Jahr gut.

HAMBURG (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 16.01.2020 · 17:49 Uhr
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