Battlefield 6 nach 470 Stunden zurückgeben? Ein Spieler hat es wirklich geschafft

10. August 2026, 19:50 Uhr · Quelle: DailyGame.AT
Battlefield 6 nach 470 Stunden zurückgeben? Ein Spieler hat es wirklich geschafft
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Ein Spieler erhielt nach 470 Stunden Spielzeit eine vollständige Rückerstattung für Battlefield 6, weil Rush aus dem Matchmaking entfernt wurde.

Normalerweise ist eine Rückerstattung bei Steam nach 470 Stunden Spielzeit ungefähr so wahrscheinlich wie ein Fortnite-Spieler in Battlefield. Ein Spieler hat nun aber genau das geschafft: Valve erstattete ihm den vollständigen Kaufpreis seiner Battlefield 6 Phantom Edition.

Der Grund war kein technischer Defekt. Der Spieler störte sich daran, dass King of the Hill, Squad Deathmatch und schließlich auch Rush aus dem regulären Matchmaking verschwanden. Gerade Rush hatte er nach eigener Aussage einen Großteil seiner 470 Stunden gespielt. In seinem Beitrag auf Reddit dokumentiert er den ungewöhnlichen Fall und veröffentlichte später auch einen Screenshot als Beleg für die Rückerstattung.

Besonders interessant: Er bekam nicht den aktuellen Verkaufspreis zurück, sondern die 109,24 US-Dollar, die er zum Release für die Phantom Edition bezahlt hatte.

Rush war für ihn der entscheidende Punkt

King of the Hill und Squad Deathmatch waren für den Spieler bereits ein Ärgernis. Bei Rush war schließlich Schluss. Er wandte sich nicht über die gewöhnliche automatische Rückerstattung an Steam, sondern erklärte dem Support, dass mehrere Inhalte Monate nach dem Kauf aus dem offiziellen Matchmaking entfernt worden seien. Dazu verwies er auf die Battlefield-Webseite und aktuelle Informationen der Entwickler. Laut seiner Darstellung stimmte der Support-Mitarbeiter der Argumentation zu und genehmigte die vollständige Rückerstattung.

Der kuriose Teil daran: EA bewirbt Rush weiterhin auf der offiziellen Battlefield 6-Webseite. Dort werden auch Squad Deathmatch und King of the Hill nach wie vor als Spielmodi aufgeführt. Auf der allgemeinen Feature-Seite nennt EA Conquest, Breakthrough und Rush sogar ausdrücklich als „große Kernmodi von Battlefield 6“.

Ganz verschwunden ist Rush technisch allerdings nicht zwingend aus Battlefield 6. Die Kritik dreht sich vor allem darum, dass die entsprechenden Modi nicht mehr wie zuvor über das reguläre Matchmaking beziehungsweise die Suche verfügbar sind. Rush tauchte zuletzt nur noch stark eingeschränkt auf einzelnen Karten auf.

Den Rush-Modus gibt es nur noch gelegentlich in Battlefield 6. Werbung macht EA trotzdem weiter dafür. - Bild: EA/Battlefield Studios

Den Rush-Modus gibt es nur noch gelegentlich in Battlefield 6. Werbung macht EA trotzdem weiter dafür. – Bild: EA/Battlefield Studios

Warum entfernt EA überhaupt Spielmodi?

Battlefield Studios hat für die grundsätzliche Reduzierung der Playlists inzwischen eine Erklärung geliefert. Zu viele gleichzeitig angebotene Modi würden die Spielerschaft aufteilen. Die Folge: längere Wartezeiten und mehr Partien, die mit Bots aufgefüllt werden.

Deshalb möchte das Team das offizielle Matchmaking auf weniger, stärker besuchte Playlists konzentrieren und Modi rotieren lassen. Mit Season 5 soll außerdem ein verbesserter Server-Browser kommen, über den Spieler gezielter bestimmte Spielvarianten suchen oder selbst anbieten können. Das erklärte das Studio in einem aktuellen Community Update.

Aus Sicht der Entwickler ergibt das durchaus Sinn. Für jemanden, der ein Spiel aber fast ausschließlich wegen Rush gekauft und dort hunderte Stunden verbracht hat, fühlt sich die Sache naturgemäß anders an. Gerade erst veröffentlichte EA außerdem das Battlefield 6 Update 1.4.1.5, das zahlreiche Fehler bei Gameplay, Karten, Fahrzeugen und REDSEC behob.

Steam macht bei Rückerstattungen Ausnahmen

Eigentlich liegt der Battlefield-Spieler meilenweit außerhalb der normalen Steam-Regeln. Valve garantiert eine Rückerstattung bei Spielen grundsätzlich dann, wenn der Kauf weniger als 14 Tage zurückliegt und weniger als zwei Stunden gespielt wurde. Allerdings gibt es einen wichtigen Zusatz. Auf seiner offiziellen Refund-Seite erklärt Valve ausdrücklich, dass Kunden auch außerhalb dieser Grenzen eine Rückerstattung beantragen können. Steam prüft solche Fälle individuell.

470 Stunden sind trotzdem außergewöhnlich. Der aktuelle Fall bedeutet daher nicht, dass jetzt jeder Battlefield 6-Spieler automatisch sein Geld zurückbekommt. In der Reddit-Diskussion berichten bereits andere Nutzer, dass ihre Anträge abgelehnt wurden. Valve entscheidet offenbar von Fall zu Fall.

Trotzdem setzt die Geschichte ein interessantes Zeichen. Live-Service-Spiele verändern sich ständig. Neue Karten kommen dazu, Waffen werden angepasst und Playlists verschwinden wieder. Für Spieler stellt sich aber irgendwann die Frage: Wie viel von einem gekauften Spiel darf ein Publisher nachträglich entfernen? In diesem Fall hatte Steam offenbar eine ziemlich klare Antwort. Zumindest für einen Spieler und seinen fast 20 Tagen Spielzeit in Battlefield 6.

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[dailygame.at] · 10.08.2026 · 19:50 Uhr
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