«Bares für Rares»: Leicht rückläufige Quoten auf allerhöchstem Niveau

Die Trödelshow ist weiter ein gigantischer Erfolg für das ZDF. Doch wie stark lief es in den letzten Monaten für Bares für Rares exakt? Und ist die Show genauso gefragt wie noch im Vorjahr?

Was wäre das ZDF nur ohne Bares für Rares? Die Trödelshow, die seit mehr als vier Jahren immer werktags um kurz nach 15 Uhr zu sehen ist, holt für den Mainzer Sender weiterhin Spitzenquoten. Kein Wunder also, dass die Verantwortlichen die Quotenkuh weiter melken wollen. Ab dem 14. September werden sie die Trödelshow erstmals auch am Samstagvorabend gegen 19.25 Uhr im ZDF-Hauptprogramm zeigen. Was zunächst als Testlauf mit sieben Folgen angelegt ist, könnte bei einem Quotenerfolg sicherlich häufiger vorkommen. Fakt ist: Beim kleinen Bruder ZDFneo sind Vorabend-Ausstrahlungen von Bares für Rares schon länger für starke Quoten bekannt. Und auch im Nachmittagsprogramm des ZDF ist die Sendung unverändert auf Rekord-Niveau unterwegs wie ein Blick auf die Quoten der jüngeren Vergangenheit offenbart.

Der stärkste Monat des bisherigen Jahres war für Bares für Rares bislang der Februar, hier reichte es für die 18 ausgestrahlten Folgen zu einer durchschnittlichen Quote von bombastischen 25,5 Prozent. Der höchste Marktanteil des laufenden Jahres stand allerdings erst am 13. März zu Buche, als für die Folge ab 15.05 Uhr durchschnittlich 27,9 Prozent aller Zuschauer einschalteten. Auch aus Reichweitensicht lief die entsprechende Folge mit 3,53 Millionen Zuschauern rekordverdächtig stark.

Der Juli wiederum stellte tatsächlich den zweitschwächsten Monat das Jahres für Bares für Rares dar - wobei „schwach“ in diesem Zusammenhang natürlich relativ zu verstehen ist. 22,9 Prozent Marktanteil standen für Horst Lichter und seine Händler während der regulären Folgen zwischen dem 1. und dem 31. Juli durchschnittlich zu Buche, der Senderschnitt des ZDF wurde damit noch um etwa zehn Prozentpunkte überboten. Überhaupt fielen in diesem Jahr erst drei reguläre Folgen der Trödelshow unter die Marke von 20 Prozent, unter 17 Prozent landete keine einzige werktägliche Ausstrahlung.

Beim jungen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren schafften zwischen dem 2. Januar und dem 7. August übrigens zehn Folgen den Sprung über die Marke von zehn Prozent. Am besten lief es hierbei in den Sommermonaten, Ende Juli brachte es eine am Freitagnachmittag gezeigte Folge auf hervorragende 12,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Der Senderschnitt des ZDFs beim jungen Publikum, der zuletzt bei nicht einmal sechs Prozent lag, konnte folglich mehr als verdoppelt werden. Zweistellig liefen sonst noch zwei weitere Folgen aus dem Juli und drei Ausstrahlungen aus dem Juni.

Unterm Strich erreichten die 143 Folgen von Bares für Rares, die das ZDF zwischen Anfang Januar und Anfang August zeigte, 2,64 Millionen Zuschauer ab drei Jahren und 23,5 Prozent des Gesamtpublikums - ein Wert, der den Senderschnitt regelrecht sprengt. Davon gehörten 0,21 Millionen Menschen der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen an, die hier zu 7,7 Prozent führten. Auch das entspricht einem überdurchschnittlichen, aber keinem bombastischen Wert.

So gut die Quoten auch sind: Zur vollständigen Wahrheit gehört auch, dass es im Vorjahreszeitraum für Bares für Rares noch etwas besser aussah. In den ersten acht Monaten des Jahres 2018 verfolgten die Trödelshow noch 2,83 Millionen Zuschauer und durchschnittlich 24,2 Prozent des Gesamtpublikums - knapp 200.000 Zuschauer bzw. 0,7 Prozentpunkte mehr als 2019 bislang zu Buche stehen. Einen ähnlichen Rückgang verzeichnete die Show bei den 14- bis 49-Jährigen, bei denen vergangenes Jahr noch 8,4 Prozent gemessen wurden. Doch obwohl die Zahlen in eine leicht negative Richtung weisen, gibt es für das ZDF keinen Grund zur Sorge. Wer bei Marktanteilen von über 20 Prozent unterwegs ist, den schmerzt ein solch marginaler Rückgang schlicht und ergreifend nicht.
Quoten / Täglich aktuell / Quotencheck / Wochenquotencheck
24.08.2019 · 14:00 Uhr
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