Bahnbeauftragter warnt vor Folgen des GDL-Bahnstreiks für die Verkehrswende
Der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Michael Theurer (FDP), hat vor den negativen Auswirkungen des aktuellen Bahnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf die Verkehrswende gewarnt. Theurer betonte, dass mit den immer neuen und längeren Streiks die Attraktivität des klimafreundlichen Verkehrsträgers Schiene zunehmend verloren gehe. Bisherige Überlegungen, vom Auto auf die Bahn umzusteigen, würden somit entkräftet. Theurer forderte GDL und Deutsche Bahn zu Verhandlungen auf, um eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden. Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, zeigte sich ebenfalls besorgt über die Auswirkungen des Streiks auf die Wirtschaft. Er betonte, dass der Streik sowohl Pendler als auch die Wirtschaft stark belaste und dem Ziel, mehr Menschen und Güter auf der Schiene zu transportieren, entgegenstehe. Krischer forderte alle Parteien auf, schnell an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um eine Lösung zu finden. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag, Jens Spahn, äußerte hingegen scharfe Kritik an der GDL und bezeichnete die Streikaktionen als Erpressung. Er betonte die großen Schäden für Bürger und Wirtschaft und forderte ein neues Streikrecht. Spahn verlangte dabei auch eine Pflicht zur Durchführung eines Schlichtungsverfahrens vor Streiks in Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Die aktuellen Forderungen nach Verhandlungen und einem Ende des Streiks treffen auf Zustimmung verschiedener politischer Vertreter. Die Schäden für die Wirtschaft und die Attraktivität der Bahn als Verkehrsträger stehen dabei im Fokus der Kritik. Um eine Lösung zu finden, wird die Rückkehr an den Verhandlungstisch und mögliche Änderungen am Streikrecht gefordert. (eulerpool-AFX)

