Erfurt/Berlin (dpa) - Sie kochen, putzen, kaufen ein, helfen alten Menschen bei der Körperpflege und leisten ihnen Gesellschaft: Zehntausende Betreuungskräfte aus dem Ausland arbeiten in deutschen Haushalten. Zu ihrer Bezahlungen hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt ein Grundsatzurteil gefällt, ...

Kommentare

(27) AS1 · 24. Juni um 18:17
@26 Dadurch, dass die ausländischen Kräfte meist eben nicht als Pflegekräfte anerkannt sind, spart die Pflegeversicherung jede Menge Geld, denn dann kann man eben nur einen Teil der Pflegeleistungen in Anspruch nehmen, die dann eher einen kleinen Anteil der Gesamtkosten ausmachen. Paradoxerweise ist die Betreuung im Pflegeheim meist schlechter - bei deutlich höheren Kosten für die Pflegeversicherung.
(26) itsMike · 24. Juni um 18:11
@20 Und im übrigen wird die Pflegeversicherung dadurch nicht billiger, denn wenn die private Pflege wegfällt wird es richtig teuer. Zahlen müssen das die kommenden Generationen und da ist es mir dann auch schon wieder egal :P
(25) AS1 · 24. Juni um 18:10
@22 Es ist bei weitem nicht die gleiche Diskussion, die wir aber jetzt ja nicht mehr zu führen brauchen, denn ich habe ja die Argumente bereits genannt. Und das sind wir beim Punkt: ARGUMENTE. Die "Diskussion" der letzten Tage - die übrigens gar nicht wir beide mit Masse geführt haben - war keine, denn es kamen nur Beispiele für Worthülsen und Empörungskultur von den anderen Diskutanten, sogar auf mehrfache Nachfrage. Insofern hast Du vielleicht sogar recht: muß man nicht machen.
(24) AS1 · 24. Juni um 18:07
@20 Nein? Ein paar gibt es schon: Stärkung der Binnenkaufkraft, Verbreiterung der Einnahmebasis für die Sozialversicherungen, Herstellen der Rechtssicherheit hinsichtlich des unbestimmten Rechtsbegriffes der "üblichen Vergütung" im BGB am unteren Ende der Lohnskala, Gewährleistung des Abstandsgebotes zwischen Erwerbsarbeit und Sozialleistungen. Immerhin.
(23) itsMike · 24. Juni um 18:07
@20 Sie hatte einen Vertrag über 6 Stunden. Ich weiß nicht warum sie sich ausbeuten hat lassen, dazu steht viel zu wenig in dem Artikel. Aber sie scheinen ja jeder privaten Familie die eine Pflegekraft beschäftigt Sklaverei zu unterstellen. Ich kenne 3 wo das prima klappt und die Pflegekräfte im 6-Monatsrythmus gerne immer wieder kommen. In dem konkreten Fall muss mehr passiert sein als im Artikel steht.
(22) thrasea · 24. Juni um 18:06
@21 Vergiss es. Ich fange doch nicht den 3. Tag hintereinander die gleiche Diskussion mit dir an, nachdem die ersten beiden Tage schon gezeigt haben, dass es völlig sinnlos ist?
(21) AS1 · 24. Juni um 17:54
@20 Jetzt wird es ja mal wieder interessant. "Den Mindestlohn gibt es nicht ohne Grund." Ja, der Grund ist, daß das ein Lieblingsprojekt der Linken in der SPD und quasi der Preis für die Zustimmung der Basis zur weiteren Regierungsbeteiligung ist. Oder siehst Du einen objektiven Grund für den Mindestlohn? Und jetzt bitte nicht wieder die Leier von den armen, unterdrückten, rechtlosen Arbeitnehmern.
(20) thrasea · 24. Juni um 17:47
@17 Dein Kommentar liest sich, als ob du Sklaverei befürworten würdest. Den Mindestlohn gibt es nicht ohne Grund.
(19) sumsumsum · 24. Juni um 17:30
das wäre ja auch noch schöner wenn das nicht so wäre
(18) AS1 · 24. Juni um 16:07
@17 Wenn die legalen Voraussetzungen eingehalten werden - so wie ich das beschrieben habe - ist das immer noch günstiger als ein Platz in einem Pflegeheim. Das geht aber - wie ebenfalls bereits beschrieben - nur bis zu einem gewissen Pflegegrad. Ist der zu hoch, dann bleibt nur das Pflegeheim. Und da sind wir dann bei Pflegegrad 4 oder 5 gerne auch mal bei 5500 - 7000 Euro pro Monat.
(17) itsMike · 24. Juni um 16:02
Dieses Urteil bedeutet das es diese Arbeitsplätze in Zukunft nicht mehr geben wird. Das kann sich doch keine private Familie leisten und ist auch gar nicht mehr im Sinne dieser Pflegekräfte. Die müssen sich dann nämlich eine Unterkunft suchen und von in diesem Fall 6 Stunden Arbeit, finanzieren. Ich frag mich grad ob das nicht auch für jeden Spargelbauern gilt der seinen Erntehelfern Kost und Logis gibt. Die sind ja auch je nach Wetter verfügbar. Manchmal schießt die Justiz übers Ziel hinaus.
(16) AS1 · 24. Juni um 14:05
@13 übrigens ganz zu schweigen von der ganzen Prozedur, die dann aufgrund des Aufenthaltsgesetzes durchzuführen ist und nochmals viel Zeit, Nerven und etwas Geld kostet.
(15) AS1 · 24. Juni um 14:04
@12 Hauptproblem ist der Übergang von einer Pflegekraft zur nächsten, denn wie bei jeder Übergabe kommt es zwangsläufig zu Informationsverlusten. Das bedeutet für mich, zumindest alle 6 Wochen meinen Zweiwohnsitz aufzusuchen und dann im Haus meiner Mutter (was in unmittelbarer Nähe ist) die neue Pflegekraft einzuweisen - falls sie nicht schon vor nicht allzulanger Zeit schon mal vor Ort war.
(14) AS1 · 24. Juni um 14:01
@13 Pflegekräfte von außerhalb der EU sind grundsätzlich illegal. Einzige Ausnahme ist die Anstellung der Pflegekraft durch die Familie selbst, und dann müssten es schon zwei sein, um die Anforderungen AZG zu erfüllen. Nach meiner Schätzung würde diese legale Variante pro Monat ca,8000 Euro zuzüglich Kost und Logis für die beiden Kräfte kosten.
(13) reimo1 · 24. Juni um 13:57
Dieses "Pflegemodell" funktioniert nur mit EU Bürgern. Von Menschen außerhalb dieses Einzugsgebietes wird weit mehr verlangt. Eine Ausbildung als Pflegekraft und die deutsche Sprache zu beherrschen. Das heißt aber auch, das private Pflege nicht mehr erschwinglich ist.
(12) thrasea · 24. Juni um 13:54
@9 @10 OK, so klingt es sinnvoll. Wie gesagt, ich habe zu oft anderes gehört. @6 hat da recht, das grenzt dann an Sklaverei. Der Fall, von dem in dieser Meldung berichtet wird, scheint ja auch so gelagert zu sein, dass eine 24-Stunden-Verfügbarkeit gefordert war. Klar, das bedeutet nicht, dass man 24 Stunden arbeitet - aber es ist dann ggf. Bereitschaft.
(11) AS1 · 24. Juni um 13:52
@8 Und was das "Abhauen" anbelangt, das ist bisher einmal passiert, ich musste dann eine Woche einspringen, meine deutsche Vertragsagentur stand dann in der Pflicht, sofort Ersatz zu beschaffen und meinen Verdienstausfall auszugleichen. Das ist alles legal händelbar, wenn man es nur will und die Betreuungskräfte als ganz normale Arbeitnehmer sieht, die auch so zu behandeln sind - mit festen Arbeitszeiten und ganz normalen Rechten und Pflichten.
(10) AS1 · 24. Juni um 13:47
@8 Die Betreuungskraft hat eine eigene, abgeschlossene Wohnung und steht in ihren freien Zeiten auch nicht zur Verfügung - sonst wären das ja keine freien Zeiten.
(9) AS1 · 24. Juni um 13:46
@8 Das stellen wir nicht sicher und das ist auch nicht notwendig. Wenn dieser Fall eintritt, ist aus meiner Sicht das Pflegeheim die einzige Lösung. Für Notfälle ist ein Caritas-Notruf verfügbar, denn meine Mutter jederzeit selbst betätigen kann. Illegal ist daran gar nichts, siehe meine Ausführungen vorher. Die Betreuungskraft (denn sie ist keine Pflegekraft) arbeitet ca. 6-7 Std pro Tag, bleibt 6 Wochen und hat dann zum Ausgleich der Mehrarbeit solange frei, bis diese nach AZG ausgeglichen ist
(8) thrasea · 24. Juni um 13:41
@4 Wie stellt ihr denn sicher, dass 24 Stunden lang jemand bei Bedarf zur Verfügung steht? Ich kenne das Thema nur von Erzählungen von Kollegen, bin auch nicht als Angehöriger betroffen. Aber Kern aller Erzählungen ist die Verfügbarkeit rund um die Uhr, wenn nicht vorher arbeitsfreie Zeit (Abend, Wochenende) abgesprochen wurde. Und natürlich das Chaos, wenn die Pflegekraft ungeplant und kurzfristig in die Heimat "abhaut". Ich halte das Modell für höchst bedenklich und illegal.
(7) mesca · 24. Juni um 13:38
Wann die Frau schläft? Keine Ahnung. Ich weiss nur, wie es mir ging, ich habe meinen Mann nur 3 Monate gepflegt bis er starb und bin noch arbeiten gegangen. Aber nachts zwei- dreimal raus, 10 Std. ausser Haus, in der MIttagspause schnell heim, Mittagessen eingeben, wickeln und wieder zurück, da war ich zum Schluss am Ende und hatte 12 kg abgenommen. Von der Psyche gar nicht zu reden. Aber das war mein Mann und ich hab es eben gemacht, weil ich in der Pandemie keinen Pflegedienst bekam.
(6) mesca · 24. Juni um 13:36
Schindluder ist gut, Sklaverei würde es besser treffen. Eine ehem. Kollegin von mir lässt so ihren Schwiegervater betreuen, der ist bettlägrig und kann nichts mehr selber machen. Die haben eine rumänische Pflegekraft vermittelt bekommen über eine Firma. Da gibts Staffelpreise: Mit guten Deutschkenntnissen 2.700 EUR im Monat, mit wenig 2.300, ohne 1.700 EUR. Und die wohnt auch beim Schwiegervater im Haus und ist rund um die Uhr für ihn zuständig, incl. Putzen, Einkaufen und alles was dazu gehört.
(5) AS1 · 24. Juni um 07:45
Ich prüfe auch regelmässig, ob die Gehaltszahlungen an die Pflegekraft selbst den Vereinbarungen entsprechen. Anders geht es allerdings auch nicht. Dass da viel Schindluder getrieben wird, kann ich mir allerdings gut vorstellen.
(4) AS1 · 24. Juni um 07:43
Arbeitszeitgesetz und auch sämtliche deutschen Arbeitsschutzbestimmungen. Die Familie ist dafür verantwortlich, dass diese Bestimmungen umgesetzt werden. Meine Mutter wird seit über 2 Jahren auf diese Weise betreut, und wir achten peinlich genau darauf, dass die eingesetzten Arbeitskräfte genau nach den gesetzlichen Bestimmungen eingesetzt werden - inklusive Sonn- und Feiertagszuschlägen, Arbeitszeitausgleich und allem weiteren.
(3) AS1 · 24. Juni um 07:39
«Das Modell, Frauen meist aus osteuropäischen Ländern im Haushalt des hilfebedürftigen Menschen wohnen und arbeiten zu lassen, um immer auf jemanden zurückgreifen zu können, basiert auf systematischem Gesetzesbruch.» Das ist Unsinn, denn es kommt auf die Gestaltung des Arbeitsverhältnisses an. Zwar wird der Vertrag - meist unter Vermittlung durch eine deutsche Agentur - zwischen der Familie und der ausländischen Firma geschlossen, dennoch gilt natürlich das Mindestlohngesetz, das...
(1) itsMike · 24. Juni um 07:29
24 h, 21 h? Geschlafen haben die beiden wohl nie?
 
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