Ausblick auf 2023!

Die Zeiten sind unsicher. Diese Weisheit entfaltet sich nicht nur im Rückblick auf das sich dem Ende zuneigenden Börsenjahr.
Auch im kommenden Jahr soll es ruppig bleiben. So geht Larry Fink, Chef des weltweit größten Anlageverwalters "BlackRock" davon aus, dass die Unsicherheit auch im kommenden Jahr weiter anhalten wird und verweist unter anderem darauf, dass die Folgen der Anleihekaufprogramme der US-Notenbank noch nicht absehbar sind. Entsprechend rechnet Fink auch mit einer erhöhten Schwankungsbreite.

Klare Verlierer der steigenden Zinsen

Keinen Bereich belastet die Zinswende so sehr wie die Immobilienbranche. Dies lässt sich unschwer an den Einbrüchen hiesiger Immobilienunternehmen erkennen. Die Sorge über fallende Immobilienpreise führt allerdings auch dazu, dass Immobilienfonds mit Mittelabflüssen zu kämpfen haben. Beim Blackstone Real Estate Income Trust wurde nun die Rückgabe aufgrund zu hoher Mittelabflüsse limitiert. Was die Ängste von Immobilienanlegern sicherlich nicht mindert. Sollten die Zinsen weiter klettern, dürfte der Immobiliensektor weiterhin zu leiden haben, was die Notierungen der Immobilienunternehmen weiter belasten dürfte. Dies sollte allerdings keine wirkliche Überraschung sein, war dieser Bereich doch lange von den extrem niedrigen Zinsen verwöhnt worden. Mit den geänderten Rahmendaten seitens der Notenbanken findet am Immobilienmarkt eine korrigierende Bewegung statt, die sich auch noch deutlich in das kommende Jahr ziehen dürfte.

Fuß auf das Bremspedal?

Die Europäische Zentralbank hat in den letzten Monaten den Leitzins insgesamt drei Mal um jeweils 75 Basispunkte angehoben - so viel wie noch nie zuvor. Damit zeigen sich allmählich unterschiedliche Meinungen über das weitere Vorgehen zur Bekämpfung der nach wie vor sehr hohen Inflation. Während sich Bundesbankpräsident Nagel aufgrund der hartnäckig hohen Preissteigerungen dafür ausspricht, dass die Zinserhöhungen weitergehen müssen, plädiert der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau für ein langsameres Anziehen der Zinszügel. Schließlich dürfte sich die Auswirkung der steigenden Zinsen im kommenden Jahr richtig bemerkbar machen und damit auch die Wirtschaftsleistung schwächen. Dieses Thema dürfte im kommenden Jahr eines der zentralen Einflussfaktoren sein, welche die Märkte beeinflussen. Die Anleger dürften daher ganz besonders darauf achten, welche Signale sich seitens der Konjunktur- sowie der Preisentwicklung ergeben. In jedem Fall ist davon auszugehen, dass die Zinsen auch im kommenden Jahr weiter nach oben zeigen werden.

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes Hebelzertifikate-Trader. Bereits seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich mit dem Thema Börse, speziell der Technischen Analyse. Infos: www.hebelzertifikate-trader.de Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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[finanzen.net] · 06.12.2022 · 09:10 Uhr
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