Aurora Cannabis rutscht trotz massiven Wachstums in die roten Zahlen - Aktie leichter

Die Aktie von Aurora Cannabis startete zunächst schwach in den Dienstagshandel. Schuld war die Quartalsbilanz des Unternehmens, die zunächst nicht auf voller Linie überzeugen konnte. Im weiteren Handelsverlauf konnten die Papiere allerdings Boden gut machen. Die Gewinne hielten jedoch nicht bis Börsenschluss. Die Anteilsscheine verloren letztlich 0,32 Prozent auf 9,47 US-Dollar.

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Kräftiger Umsatzsprung

Bei den Erlösen verzeichnete das Unternehmen aus dem kanadischen Edmonton ein deutliches Wachstum: Die Umsätze stiegen im zweiten Geschäftsquartal von 11,7 im Vorjahresquartal auf 54,17 Millionen Kanadische Dollar. Auch verglichen mit dem vorangegangenen Geschäftsquartal ist der Sprung gewaltig: Die Umsätze zogen um satte 83 Prozent an.

Rote Zahlen und schwache Marge

Bei der Marge hatten Anleger und Analysten allerdings mehr erwartet: Mit 54 Prozent lag diese deutlich unter dem Vergleichswert von 70 Prozent aus dem ersten Quartal. Selbst im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen bei der Marge noch einen Wert von 63 Prozent erreicht.

Unter dem Strich schrieb Aurora Cannabis einen Verlust von 238 Millionen CAD, nachdem der Cannabis-Konzern im Vorjahreszeitraum noch 7,7 Millionen Kanadische Dollar Gewinn verbuchen konnte. Schuld waren Investitionen aber auch gesunkene Verkaufspreise für ein Gramm getrocknetes Cannabis. Insgesamt verkaufte der Konzern im letzten Jahresviertel knapp 7.000 Kilogramm getrocknetes Cannabis - 162 Prozent mehr als im Quartal zuvor.

Dabei sank der Grammpreis allerdings von 8,39 CAD auf 6,23 CAD, was sich negativ in der Marge niederschlug. Der Grund für den Preisrückgang seien unter anderem Verbrauchssteuern in allen kanadischen Vertriebskanälen gewesen, teilte das Unternehmen im Rahmen der Bilanzvorlage mit.

Probleme in der Lieferkette

Beim Hochfahren der Cannabis-Produktion nach der Legalisierung in Kanada stand Aurora Cannabis eigenen Angaben zufolge vor großen Herausforderungen. Man habe auf die wachsende Nachfrage aber reagiert und eine solide Ausführung sichergestellt, so Aurora Chief Commercial Officer Cam Battley in einer Telefonkonferenz. Dennoch glaubt der Manager, dass sein Unternehmen weiter mit den Herausforderungen zu kämpfen habe: "Wir brauchen landesweit eine bessere Infrastruktur für den Einzelhandel, um das Verkaufsniveau zu sehen, das jeder erwartet. Es wird noch ein paar Quartale dauern", so seine Antwort auf die Frage eines Analysten nach Hindernissen in der Lieferkette.

Ausblick positiv

Für die weitere Geschäftsentwicklung zeigt sich Aurora Cannabis weiter zuversichtlich. Im vierten Quartal peile man einen bereinigten Gewinn an, so das Unternehmen. "Wir haben einen Wendepunkt erreicht und erwarten, dass wir in eine Phase nachhaltig angepasster Ebitda-Profitabilität eintreten werden, die das weitere Wachstum der Organisation auf globaler Ebene anheizt", sagte Battley weiter.

Wie sich andere Vertreter der Cannabis-Branche im abgelaufenen Geschäftsquartal geschlagen haben, wird der Verlauf der Woche zeigen. Denn auch Konkurrent Canopy Growth wird seine Bücher öffnen und über seine Geschäftsentwicklung berichten.

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Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 12.02.2019 · 22:17 Uhr
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