ASML-Aktie zieht deutlich an: Erwartungen übertroffen und Dividende erhöht

Für das laufende Jahr erwartet der niederländische Hersteller von Lithografiesystemen ein Wachstum im zweistelligen Bereich, auch dank einer fortgesetzten Erholung im Bereich Speicherchips. Die Aktionäre können sich über eine um 15 Prozent höhere Dividende für das vergangene Jahr freuen.

Im vierten Quartal stieg der Umsatz auf 4,24 Milliarden Euro von 3,95 Milliarden im dritten Quartal. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 3,73 Milliarden gerechnet. Die Bruttomarge lag bei 52 Prozent. ASML selbst hatte Erlöse von 3,6 bis 3,8 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von rund 50 Prozent in Aussicht gestellt.

Unter dem Strich blieben 1,35 Milliarden Euro als Nettogewinn übrig nach 1,06 Milliarden im Vorquartal. Die Analystenerwartung lag bei 1,02 Milliarden. Das Ergebnis je Aktie betrug 3,23 Euro.

Im Gesamtjahr steigerte AMSL den Gewinn auf 3,6 von 2,6 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine Schlussdividende von 1,55 Euro erhalten, womit die Gesamtjahresdividende auf 2,75 Euro von 2,40 Euro steigt.

Im laufenden ersten Quartal erwartet die ASML Holding NV einen Umsatz von 3,9 bis 4,1 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von 50 bis 51 Prozent.

ASML-Rekordjagd geht nach Zahlen weiter - Branche profitiert

Die Rekordjagd der ASML-Aktien geht weiter. Von den starken Geschäftszahlen und dem erfreulichen Ausblick des Ausrüsters der Chipindustrie profitierte am Mittwoch auch die europäische Technologiebranche insgesamt.

zum Handelsschluss zogen ASML in Amsterdam um 3,01 Prozent auf 453,15 Euro an. Damit gehörten sie zu den größten Gewinnern im freundlichen EURO STOXX 50. Mit einer Marktkapitalisierung von 190 Milliarden Euro festigte ASML zudem seinen Status als zweitwertvollstes Börsenunternehmen der Eurozone hinter dem Luxusgüterkonzern LVMH, der rund 255 Milliarden wert ist.

Ein Börsianer sprach von durch die Bank besser als erwartet ausgefallenen Zahlen für das Schlussquartal 2020. Diese unterstrichen die starke Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens. ASML ist auf Lithographiesysteme für die Halbleiterindustrie spezialisiert, welche eine wichtige Rolle bei der Herstellung von integrierten Schaltkreisen (Mikrochips) spielen, und zählt rund 80 Prozent aller Chiphersteller zu seinen Kunden.

Die US-Bank JPMorgan attestierte dem Unternehmen ebenfalls überraschend starke Geschäftsresultate und sah die Ziele für 2021 über den Erwartungen. Analyst Sandeep Deshpande bekräftigte zunächst ebenso seine Kaufempfehlung für die Aktie wie das Kursziel von 437 Euro. Er hob insbesondere die für das erste Quartal angestrebte Bruttomarge positiv hervor und rechnet nun mit steigenden Markterwartungen.

Ein Wermutstropfen ist für Deshpande nur das Jahresziel eines Umsatzwachstums von zwölf Prozent. Es falle nicht ganz so hoch aus, wie man nach dem Ausblick des Halbleiterherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) habe erwarten können.

Die europäischen Technologiewerte wurden von ASML sichtbar beflügelt: Halbleiterwerte fanden regen Zulauf. Im DAX verteuerten sich die Papiere von Infineon um schlussendlich 2,39 Prozent. Für die im MDAX der mittelgroßen deutschen Unternehmen gelisteten Aktien des LED- und Chipindustrieausrüsters AIXTRON ging es um 1,8 Prozent auf 15,53 Euro hoch, womit sie den höchsten Stand seit Mai 2018 erreichten. Die Titel von Dialog Semiconductor - bis zum vergangenen März noch MDAX-Mitglied - verteuerten sich um 2,39 Prozent auf 52,74 Euro, womit sie so viel kosteten wie zuletzt vor fast zwei Jahren.

Dagegen traten die Siltronic-Aktien mit plus 0,07 Prozent auf der Stelle. Bei dem Chipzulieferer bestimmt aktuell aber vor allem die geplante Übernahme durch den taiwanischen Konkurrenten GlobalWafers das Geschehen, nachdem sich die Unternehmen im Dezember handelseinig geworden waren.

FRANKFURT (Dow Jones) / PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 20.01.2021 · 17:57 Uhr
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