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Argentinien: Kirchner wieder im Amt

Cristina Fernandez de Kirchner

Buenos Aires (dpa) - Argentiniens Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner hat nach eineinhalb Monaten krankheitsbedingter Abwesenheit die Regierungsgeschäfte wieder aufgenommen.

Als erste Maßnahme verfügte die Präsidentin am Montag eine Kabinettsumbildung, wie Regierungssprecher Alfredo Scoccimarro mitteilte. Die Wechsel betreffen hautsächlich das Wirtschaftsteam.

Das Wirtschaftsministerium wird vom bisherigen Vizeminister Axel Kiciloff besetzt. Der ausscheidende Minister Hernán Lorenzino soll als Botschafter bei der EU nach Brüssel versetzt werden. Jorge Capitanich, bislang Gouverneur der Provinz Chaco, übernimmt den Posten des Kabinettschefs von Juan Manuel Abal Medina. Der Agrarminister Norberto Yahuar und die Zentralbankchefin Mercedes Marcó del Pont schieden ebenfalls aus.

Am 27. Oktober erlitt die Regierung eine Wahlniederlage in den größten Wahlbezirken bei Parlamentswahlen zur Neubestimmung der Hälfte der Abgeordneten und eines Drittels der Senatsmitglieder. Capitanich konnte aber in seiner Provinz die Wahl erfolgreich bestehen. Er gilt als einer der Anwärter für die Nachfolge Kirchners bei der Präsidentenwahl 2015.

Kirchner war Anfang Oktober an einer Hirnhautblutung operiert worden. Auch musste sie sich Untersuchungen wegen einer Herzrhythmusstörung unterziehen. Die Ärzte schrieben sie vor einer Woche gesund, verordneten ihr jedoch eine behutsame Wiederaufnahme der Arbeit. Sie solle Stress vermeiden und bis zum 10. Dezember keine Flüge unternehmen. Die Präsidentin zeigte sich am Montag erstmals seit ihrer Erkrankung auf einem Begrüßungsvideo, das sie über YouTube verbreitete.

Regierung / Argentinien
19.11.2013 · 07:27 Uhr
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