ARD gibt Miniserie über Franz Kafka in Auftrag

In Zusammenarbeit mit Superfilm und dem ORF soll eine sechsteilige Miniserie entstehen.
Bild: Quotenmeter

Derzeit sind Miniserie in internationaler Mode: Sowohl Netflix als auch Disney haben zuletzt zahlreiche Projekte umgesetzt. Mit «Dahmer» hat das Streamingunternehmen ein Werk publiziert, das weltweit gestreamt wird. Hinter dem Projekt stehen Ryan Murphy und Ian Brennan, die mit solchen Projekten zahlreiche Erfahrungen haben. Die ARD und der ORF werden keine Verfilmung eines Kannibalen von der Superfilm ordern, sondern ein Werk über das Leben des Schriftstellers Franz Kafka.

Zum 100. Todestag des Schriftstellers werden alle ARD-Sender (NDR, WDR, SWR, BR, MDR, RBB, HR, SR und Radio Bremen) in Koproduktion mit dem ORF und gemeinsam mit Superfilm das Projekt KAFKA produzieren. Die sechsteilige Mini-Serie erzählt vom Leben Franz Kafkas, einer der größten und berühmtesten Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Drehbücher basieren auf der fundamentalen dreibändigen Kafka-Biografie von Reiner Stach, der hier auch als Fachberater tätig ist. Schriftsteller Daniel Kehlmann («Die Vermessung der Welt») schreibt die Drehbücher in Zusammenarbeit mit Regisseur David Schalko («Braunschlag»).

Davon handelt «Kafka»: Die Mini-Serie handelt nicht nur von Kafkas schwierigem Verhältnis zu seinem tyrannischen Vater, seinen faszinierenden Liebesbeziehungen mit Felice Bauer, Milena Jesenská und Dora Diamant, sondern auch von seiner engen Freundschaft zu Max Brod, der seinen todkranken Freund am Ende verriet und ihm damit zugleich den Weltruhm sicherte. Mit Joel Basman (Franz Kafka), Daniel Brühl (Max Brod), Nicholas Ofczarek (Hermann Kafka) und Liv Lisa Fries (Milena Jesenská) wird ein erstklassiger Cast vor der Kamera stehen. Die Dreharbeiten sind im Frühjahr 2023 geplant, der voraussichtliche Sendetermin in der ARD Mediathek, im Ersten und im ORF liegt im Frühjahr 2024.

Daniel Kehlmann, Autor: "Franz Kafkas Alpträume sind unsere tägliche Realität: In seinen dunklen und doch komischen Visionen hat er die Welt erahnt, in der wir alle jetzt leben. Diese Visionen kamen nicht aus dem Nichts, sondern bildeten sich aus seinem Leben, seiner Familie, seinem privaten Umfeld. Ich bin stolz und dankbar, dass ich auf der Basis von Reiner Stachs Standardwerk für den großartigen Regisseur und Geschichtenerzähler David Schalko die Drehbücher schreiben durfte, und ich freue mich sehr darauf, sie jetzt bald mit diesen wunderbaren Schauspielern ins Bild gesetzt zu sehen."

David Schalko, Regisseur: "Wir haben schon vor acht Jahren die herausragenden Biografien von Reiner Stach optioniert und seitdem arbeite ich in unterschiedlichen Formen an diesem Projekt. Dass es jetzt endlich realisiert wird, liegt einerseits an den hervorragenden Büchern von Daniel Kehlmann, andererseits an einer idealen Konstellation von mutigen öffentlich-rechtlichen Sendern, die der Bedeutung von Kafka nicht nur Rechnung tragen, sondern die Herausforderung, das Genre Biopic neu auszuloten, lustvoll annehmen."

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[quotenmeter.de] · 05.10.2022 · 09:58 Uhr
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