Apple möchte Siri Auswertung fortsetzen

Anfang August 2019 stoppte Apple vorerst die Auswertung der Sprachbefehle seiner Sprachassistentin Siri. Jetzt möchte Apple die Auswertung wieder aufnehmen aber nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Anwender.

Diese Neuregelung gilt ausschließlich für Audioaufnahmen, während Text, der in Audio umgewandelt wird weiterhin ohne Zustimmung ausgewertet wird.

Auswertung von Siri-Sprachbefehlen

Wie Apple erklärte, sollen Audioaufnahmen der Sprachassistentin Siri von Mitarbeitern wieder ausgewertet werden, jedoch nur mit Zustimmunng der Nutzer. Die Nutzer würden zudem mehr Kontrolle darüber erhalten, welche Daten gespeichert werden.

In der Beta von Apple iOS 13.2 und macOS 10.15.1 Catalina teilen beide Betriebssysteme einen Hinweis mit, welcher die Anwender um eine Zustimmung bezüglich der menschlichen Auswertung von Sprachbefehlen erfragt. Die Frage umfasst Siri-Befehle und die Diktierfunktion. Jederzeit haben Nutzer die Möglichkeit ihre Wahl in den Einstellungen zu ändern. Die Sprachaufnahmen können sie außerdem löschen lassen.

Alle Texte, die in Sprachbefehle umgewandelt werden, analysieren Mitarbeiter weiterhin ohne Erlaubnis durch den Anwender. Laut Techcrunch sollen nur Apple-Mitarbeiter die Audioaufnahmen auswerten, während für die Analyse der Texte nach wie vor Vertragsfirmen zuständig seien.

Sprachassistentin Siri

Die Sprachassistentin Siri führte Apple mit dem ersten iPhone im Jahr 2007 und entwickelte sie über die Jahre weiter. Basierend auf den Auswertungen der Sprachbefehle soll sie verbessert und um neue Funktionen erweitert werden. Mit Sprachbefehlen kann der Nutzer zum Beispiel das Licht im Wohnzimmer einschalten lassen, falls es sich um ein Smart Home handelt oder die Lieblingsmusik abspielen.

Das Mithören privater und sehr persönlicher Audiomitschnitte durch Apple-Mitarbeiter sorgte vor rund drei Monaten für Aufsehen. Apple reagierte und stoppte die Auswertungen.

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[apfelnews.de] · 15.10.2019 · 17:19 Uhr
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