Apple kauft Tesla - und 9 weitere ungeheuerliche Prognosen für 2019

Diese Veröffentlichung hat Tradition: Die Experten der Saxo Bank legen bereits das zehnte Jahr in Folge ihre 10 ungeheuerlichsten Prognosen für das kommende Börsenjahr vor. Dabei handelt es sich nicht um offizielle und erwartbare Vorhersagen, vielmehr listen die Experten eine Reihe von Ereignissen auf, die zwar nicht sehr wahrscheinlich sind, bei ihrem tatsächlichen Eintreten aber für massiven Aufruhr an den Finanzmärkten sorgen dürften.

1. Die EU kündigt einen Schuldenerlass an

Aufgrund enorm hoher Staatsverschuldung werde die Europäische Union populistische Revolten und steigende Zinsen erleben, so die Vorhersage der Saxo Bank. Die Wirtschafts- und Währungsunion erteilt der EZB ein Schuldmonetarisierungsmandat für alle Schulden über 50% des Bruttoinlandproduktes und werde den Rest über ein Eurobond-System garantieren.

2. Australien wird eine Immobilienkrise erleben

In Folge des Immobilienbooms in Australien und damit verbundenem Kreditwachstum werden die Notenbanker des Landes eine quantitative Lockerung beschließen. Erstmals seit 27 Jahren werde Australien in eine Rezession rutschen, das BIP werde fallen, so die Experten.

3. GE zieht Netflix in den Schuldenstrudel

2019 werde das Jahr der Kreditdominos auf dem US-Markt für Unternehmensanleihen. Zunächst werde General Electric einen massiven Kreditausfall erleben, da die Anleger infolge der enormen Verbindlichkeiten des Konzerns das Vertrauen verlieren. Infolge setze ein Dominoeffekt ein, der auch Netflix - ein ebenfalls stark verschuldeter Konzern - mit in den Abgrund ziehen werde.

4. Sorgen um Klimawandel führt zu weltweiter Transportsteuer

Ein weiteres Jahr mit Wettereskapaden stehe der Welt bevor, prognostizieren die Experten. In Europa werde es erneut einen heißen Sommer geben, der zu Panik in vielen Hauptstädten führen werde. Die derzeit steuerlich noch privilegierte Luftfahrt- und Schiffahrtsbranche werde in Folge mit einer globalen Steuer von 50 Dollar pro Tonne CO2-Emissionen belegt.

5. Keine BIP-Ermittlung mehr

2019 wird das Jahr, in dem der Internationale Währungsfonds und die Weltbank gemeinsam beschließen, keine BIP-Messungen mehr durchzuführen. Stattdessen soll der Fokus von nun an auf der Produktivität der Länder liegen. Dabei wird also die Leistung pro geleistete Arbeitsstunde ermittelt.

6. Corbyn wird neuer Premierminster und neues Brexit-Referendum

In Großbritannien werde es 2019 zu einem Machtwechsel kommen: Theresa May wird ihr Amt verlassen, neuer Premierminister wird Jeremy Corbyn von der Labour-Party, der zahlreiche Reformen und ein zweites Brexit-Referendum verspricht. Er fordert von der Zentralbank die Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens und verstaatlicht Versorger und Schienennetze. In Folge werde es zu einer Parität von Britischem Pfund und Dollar kommen.

7. Massive Sonneneruption bringt Billionen-Schaden

Eine Sonneneruption werde im Jahr 2019 die Welt in Panik versetzen. Der Sonnensturm werde die meisten Satelliten außer Gefecht setzen und ein ungeahntes Chaos in den Bereichen Infrastruktur und Strom auslösen. Auf zwei Billionen Dollar werde sich der Schaden belaufen, so die Experten der Saxo Bank.

8. Deutschland rutscht in die Rezession

Auch Deutschland wird bei den "Outrageous Predictions" nicht verschont. 2019 werde es hier zu einer Rezession kommen, kündigen die Experten an. Der Hauptgrund dafür sei die Automobilindustrie, die den Anschluss an den Zukunftsmarkt Elektromobilität verpasst hat. Zudem werde sich die mangelnde Digitalisierung bemerkbar machen. Angela Merkel werde für eine erneute Kanzlerwahl nicht zur Verfügung stehen.

9. Trump feuert Fed-Chef

Donald Trump wird 2019 den Fed-Chef Jerome Powell entlassen. Grund dafür soll ein erneuter Zinsschritt im Dezember 2018 sein, der im ersten Quartal zu einem deutlichen Einbruch am Aktienmarkt sorgen wird. Mitte des nächsten Jahres werde ein aufgebrachter US-Präsident dann die Konsequenzen ziehen und Powell feuern. Ersetzt werden soll er durch Neel Kashkari, den derzeitigen Präsidenten der Federal Reserve Bank Minneapolis.

10. Apple kauft Tesla

2019 wird Apple doch noch in den Automarkt einsteigen und den Elektroautobauer Tesla übernehmen. Sogar ein Kaufpreis wurde genannt: 520 US-Dollar je Aktie ist Apple der Zukauf wert. Apple mache sich damit von seiner bisherigen Produktpalette unabhängiger, was die 90-Milliarden-Dollar-Übernahme rechtfertige. Für Tesla wären zeitgleich alle Finanzierungsprobleme gelöst, der Konzern könne zahlreiche neue Gigafactorys und Fabriken in Europa und China bauen und die Autoindustrie in Zukunft dominieren.

Wie wahrscheinlich ist "unwahrscheinlich"?

So unwahrscheinlich die Ereignisse auch sein mögen: Einige davon wurden in der Vergangenheit tatsächlich wahr. Für 2017 etwa hatte die Saxo Bank enorme Gewinne bei Kryptowährungen vorhergesagt. Tatsächlich wurde das Jahr das erfolgreichste für Digitalwährungen. Der bekannteste Vertreter, Bitcoin, dem die Experten für 2017 einen Anstieg von 700 auf 2.100 Dollar prophezeit hatten, schoss in der Spitze sogar bis auf rund 20.000 US-Dollar hoch. Daneben lagen die Experten hingegen im gleichen Jahr mit ihrer Prognose, dass gemeinsame Euro-Bonds kommen werden. Tatsächlich laufen die Diskussionen über das kontroverse Finanzinstrument bis heute.

Ein für 2018 angekündigter "Schwarzer Montag", an dem der US-Index S&P 500 um 25 Prozent fallen soll, ist unterdessen in diesem Jahr bislang noch nicht eingetreten. Dennoch hatten die internationalen Finanzmärkte insbesondere in den vergangenen Monaten aber mit heftigen Kurseinbrüchen und folgenden Erholungsversuchen zu kämpfen.

Der vorhergesagte Bitcoin-Absturz trat unterdessen in diesem Jahr tatsächlich ein. Zwar ist die 1.000-Dollar-Marke, die die Saxo Bank für 2018 angekündigt hatte, noch nicht erreicht, aber in Summe ging es in diesem Jahr für den größten Vertreter unter den Kryptowährungen bereits um 73 Prozent nach unten.

Der für 2018 angekündigte "Linksruck" in den USA trat unterdessen im Rahmen der Zwischenzahlen teilweise ein. Ebenfalls angekündigte steigende Zinsen wurden Realität. Und noch eine interessante Prognose für das (noch) aktuelle Jahr: Die Federal Reserve werde ihre Unabhängigkeit verlieren und vom Finanzministerium übernommen, orakelten die Experten Ende 2017. Zwar hat US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten vehemente Kritik an der Zinspolitik der US-Währungshüter gezeigt, die Fed als unabhängige Institution war dabei aber nie in Gefahr. Zumal Trump den ebenfalls stark kritisierten Fed-Chef Jerome Powell nicht absetzen kann.

Konjunktur/Wirtschaft
[finanzen.net] · 06.12.2018 · 16:16 Uhr
[6 Kommentare]
 
 
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