Antonelli jagt den WM-Titel – Ferrari bricht in Monza zusammen

Kimi Antonelli hat in Monza gezeigt, wie man ein Rennen von der letzten Startreihe aus gewinnt. Der Mercedes-Junior startete von Position 19, überholte ohne Unterlass und siegte schließlich vor seinem Teamkollegen George Russell. Mit 66 Punkten Vorsprung auf Russell und 76 auf Hamilton ist Antonelli auf dem besten Weg zum WM-Titel.
Ferrari dagegen bot den Tifosi wenig. Charles Leclerc verlor die Kontrolle in der Parabolica, krachte in die Leitplanken und musste verletzt aussteigen. Lewis Hamilton kam nur als Sechster ins Ziel und sackte weiter in der Gesamtwertung ab. Die rote Sonderlackierung und die Schumi-Hommage konnten den sportlichen Misserfolg nicht kaschieren.
Max Verstappen rettete mit Platz drei immerhin noch ein Podium für Red Bull, während McLaren mit Piastri und Norris auf den Plätzen vier und fünf landete. Pierre Gasly hatte zuvor mit Alpine für die größte Überraschung der Qualifikation gesorgt und die Pole Position geholt. Die Freude hielt jedoch nur bis zum Start an.
Das Rennen wurde durch Leclercs Unfall unterbrochen. Nach der Wiederaufnahme übernahm Antonelli das Kommando und gewann mit einer Serie von Überholmanövern, die die Statistikbücher sprengten. Mercedes-Teamchef Toto Wolff musste sogar eingreifen, um den internen Zweikampf zwischen Antonelli und Russell zu bremsen.
Der italienische Jungstar machte damit deutlich, dass Talent und Risikobereitschaft in der Formel 1 noch immer mehr zählen als Startplatz oder Teamfarbe. Ferrari hingegen muss sich fragen, warum aus dem Heimspiel ein Desaster wurde. Die Antwort liegt nicht in Sonderlackierungen, sondern in der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des Wagens.

