Analyst: Santa Claus is coming to Wall Street - und bringt sieben Prozent Kursplus mit

John Stoltzfus, Stratege bei Oppenheimer Asset Management, glaubt daran, dass Anleger an der Wall Street in diesem Jahr noch einen versöhnlichen Jahresausklang erleben werden.

Santa Claus-Rally kommt

Die so genannte Santa Claus-Rally werde der Wall Street in diesem Jahr noch ein Plus von rund sieben Prozent bescheren, so der Experte. Dabei hofft Stoltzfus insbesondere auf einen Erholungskurs bei den jüngst stark unter Druck geratenen Technologiewerten. Diese seien seit Oktober stark unter die Räder gekommen und wiesen auch im November noch starke Volatilität auf. Dennoch halte er Techtitel für eine gute Wette, weil sie innovativ seien, erklärt Stoltzfus.

Die Branche sei vergleichbar mit der frühen Automobilindustrie zum Zeitpunkt, als der Wechsel von Pferden auf Autos stattfand. "Die Veränderungen [in der Technologie] sind so dramatisch: Der Umgang der Unternehmen mit anderen Unternehmen, der Umgang mit ihren Kunden und der Umgang von Kunden mit Unternehmen", sagte Stoltzfus. "Und jetzt soll sogar Medizin [bald] über Smartphones verteilt werden".

Entspannung an der Handelsfront

Neben dem Nachholbedarf, den Techaktien nach dem Ausverkauf haben, sieht Stoltzfus noch einen weiteren Unterstützungsfaktor für eine mögliche Weihnachtsrally: Jüngste Entspannungstendenzen im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China. Die Machthaber beider Länder, US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi, waren im Rahmen des G20-Treffens zusammengekommen und hatten eine Art Waffenstillstand in Sachen Zollstreit beschlossen. Die Märkte hatten zunächst erleichtert auf die Entspannungstendenzen reagiert, doch die gute Laune hielt nicht lange an: Schon am Dienstag gab es erneut massive Verunsicherung an der Handelsfront, Präsident Trump hat in einem Tweet verkündet: Entweder gebe es einen guten Deal mit China oder keinen. Er werde chinesische Einfuhrgüter mit größeren Zöllen belegen, wenn es nicht zu einem effektiven Handelsabkommen mit der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft komme, drohte der Präsident, zeigte sich aber zeitgleich zuversichtlich, dass ein Abkommen zustande kommen könne:

Auch Oppenheims Stoltzfus rechnet offenbar damit, dass der Handelsstreit ein für beiden Seiten versöhnliches Ende nehmen wird: Beide Machthaber stünden unter massivem Druck, da ihre politischen Karrieren vom Ergebnis der Handelsgespräche abhängen, so der Experte weiter.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 06.12.2018 · 12:29 Uhr
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