Analyst: Aktivistischer Investor könnte sich bei Netflix einkaufen

• Analyst erwartet Einstieg von aktivistischem Investor bei Netflix
• Spekulationen um zwei mögliche Kandidaten
• Netflix sei "ein großartiges Unternehmen mit gutem Management"

Don Bilson von Gordon Haskett spekuliert, dass sich ein aktivistischer Investor bei Netflix einkaufen könnte. Zuvor sah der Analyst einige andere Entwicklungen bereits im Voraus kommen: Er vermutete Carl Icahn hinter dem Kaufangebot von Xerox für HP und sagte bereits voraus, dass Berkshire Hathaway Occidental Petroleum unterstützen würde, um die angekündigte Übernahme von Anadarko Petroleum zu stemmen.

Zwei mögliche Kandidaten

Don Bilson weiß zwar nicht konkret, wer die Netflix-Aktien kaufen könnte, aber er benennt gegenüber Bloomberg zwei Kandidaten, die für ein Investment in Frage kämen. Zum einen Bill Ackman von Pershing Square Capital. Dieser habe in der Vergangenheit bereits ähnliche Investments in Unternehmen wie Nike, Starbucks oder Berskhire Hathaway getätigt und vor kurzem erst geäußert, dass er sich nach etwas Neuem umschaue. "Es ist das Muster. Das passt in das Modell erstklassige Aktien zu halten, die einen Preiszerfall durchgemacht haben. Das ist nicht unbedingt der Spielzug eines Aktivisten. Es bedeutet, das Beste zu kaufen. Was er aktuell oft gemacht hat, ist nicht zuzuschlagen, bei Dingen, die sehr brenzlig oder gefährlich sind", verlautet Bilson bei Bloomberg.

Ein anderer Kandidat sei Carl Celian Icahn. Er habe bereits in der Vergangenheit Netflix-Aktien gekauft, um sie mit Profit wieder abzustoßen. Zuletzt wurde bekannt, dass er vier Prozent an HP und elf Prozent an Xerox hält und sich dafür einsetzte, dass Xerox ein Übernahmeangebot an HP richtete.

Weder Icahn noch Ackman haben sich bisher zu den Spekulationen geäußert.

Daher rühren die Vermutungen

Doch wie kommt Don Bilson darauf, dass ein Investor ein Auge auf Netflix geworfen hat? Er erklärt gegenüber Bloomberg, dass es so scheint, als habe Nomura Holdings im dritten Quartal 1,89 Millionen Netflix-Aktien gekauft. Diese könnte das Unternehmen an einen aktivistischen Investor weiterveräußern. Zuvor habe Nomura bereits bei der Beteiligung von Icahn an HP mitgespielt. Nomura besitze laut FactSet 0,44 Prozent der Netflix-Aktien. Die Beteiligung mache damit einen Anteil von 4,3 Prozent des Portfolios der Holding aus.

Obwohl Bilson den Einstieg eines aktivistischen Investors für möglich hält, sei Netflix kein typisches Ziel für aktivistische Investoren, sondern einfach ein gutes Investment. In der Community genieße Netflix-CEO Reed Hastings ein hohes Ansehen, so dass keiner ihm in die Parade fahren will. "Es ist ein großartiges Unternehmen mit einem guten Management", zitiert Bloomberg Bilson. Die positive Entwicklung bestätigt auch eine Studie, laut der Netflix auf Platz zwei der US-Aktien mit der besten Performance in den vergangenen 20 Jahren ist. Obwohl ein Teil der Gewinne der Netflix-Aktie in diesem Jahr, nach ihrem bisherigen Hoch bei 385,99 US-Dollar, wieder abbröckelte, konnte sie seit Jahresanfang 13,04 Prozent zulegen.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 20.11.2019 · 10:47 Uhr
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