Ambitionierte Pläne: Neues Amazon-Armband soll Emotionen erkennen können

Amazon hat den Sprachassistenten Alexa bereits in zahlreiche Produkte integriert – vom Echo Dot bis zum Fire TV Stick. Bisher allerdings erkennt die Technik selbst im besten Fall lediglich was gesagt wurde. Die dahinter steckenden Emotionen werden allerdings nicht erkannt. Es macht daher beispielsweise keinen Sinn, den Sprachassistenten anzuschreien. Bisher jedenfalls. Denn die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet nun über ein neues Projekt von Amazon. Demnach wird dort an einem Armband gearbeitet, das die Emotionen des Trägers erkennen kann. Umgesetzt werden soll dies über kleine Mikrofone und die Analyse der Stimme. Im Idealfall könnten dann die Antworten des Assistenten an die aktuelle Laune angepasst werden – womit Alexa ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Siri und dem Google Assistant hätte.

Amazon Echo
Die Echo-Familie könnte Zuwachs erhalten.

Ein erstes Patent wurde bereits im Jahr 2017 beantragt

Eine mögliche Anwendung wurde bereits in einem Patentantrag aus dem Jahr 2017 beschrieben. Demnach soll die Software in der Lage sein, aus der Art und Weise wie jemand verkündet, dass er hungrig ist, das am besten passende Rezept zu ermitteln. Zieht der Nutzer beispielsweise die Nase hoch, während er mit Alexa spricht, wäre dies eine Hühnersuppe, um die Erkältung zu lindern. Dieses Prinzip ließe sich aber grundsätzlich auf eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten übertragen. Offensichtlich ist nun geplant, diese Technologie in ein Armband zu integrieren. Dieses wiederum ließe sich mit einer Smartphone-App verbinden und könnte so mit dem Nutzer interagieren. Aktuell ist aber noch unklar, wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist. So ist es auch durchaus noch möglich, dass das Armband nie auf den Markt kommen wird.

Das Amazon-Smartphone floppte vor einigen Jahren

Aus strategischer Sicht würde ein solches Produkt für Amazon allerdings durchaus Sinn machen. Denn während Siri und der Google Assistant den Nutzer über das Smartphone beinahe überall hin begleiten, bleiben die meisten Alexa-Produkte aktuell noch in der Wohnung zurück. Bereits vor einigen Jahren hatte Amazon daher ein eigenes Smartphone auf den Markt gebracht. Das Fire Phone war allerdings ein massiver Flop und wurde schon im Jahr 2015 wieder eingestellt. Das Armband könnte diese Lücke im Produktportfolio von Amazon nun füllen. Allerdings scheint dem Konzern bewusst zu sein, dass sich wohl nur dann genug Kunden finden lassen, wenn das Gadget über ein Alleinstellungsmerkmal verfügt. Deshalb wird nun versucht, die Technologie zur Erkennung von Emotionen in das Produkt zu integrieren.

Via: Engadget

Technik / Spracherkennung
[trendsderzukunft.de] · 24.05.2019 · 11:36 Uhr
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