Alec Baldwin: Rückendeckung für Woody Allen

Alec Baldwin
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Der Schauspieler erklärt, dass er niemanden vorschnell verurteilen will. Niemand wisse schließlich, was wirklich an den Missbrauchsvorwürfen dran ist.

(BANG) - Alec Baldwin nimmt Woody Allen in Schutz.

Seit die Missbrauchsvorwürfe gegen den Filmemacher bekannt wurden, erklärten zahlreiche Schauspieler, eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem 83-Jährigen auszuschließen. Nicht so jedoch Alec Baldwin, der bereits dreimal mit dem Regisseur an einem Projekt gearbeitet hat. ''Es gibt eine sehr kleine Anzahl an Leuten, die wissen, was wirklich in dieser Situation passiert ist'', erklärt der Hollywood-Star mit Hinblick auf die Anschuldigungen von Allens Adoptivtochter Dylan Farrow. ''Lediglich die Leute, die in diesem Zimmer waren, können es mit Sicherheit wissen. Aber es gibt von den gleichen Leuten Zeugenaussagen für und gegen Woody. Eine Tochter sagt, dass er ein Sexualstraftäter ist; sein anderer Sohn verteidigt ihn. Ich hege nur das tiefste Mitgefühl für jeden, der ein Opfer sexuellen Missbrauchs war. Aber ich habe auch ein Gewissen bezüglich der Leute, die fälschlicherweise angeklagt werden. Das ist auch tragisch.''

Im Interview mit der Zeitung 'The Guardian' zeigt sich der 61-Jährige tief beeindruckt von der #MeToo- und Times's Up-Bewegung und zieht den Hut vor dem Mut der Aktivistinnen. Gleichzeitig fordert er, die Bemühungen nicht im Sande verlaufen zu lassen. ''Es gibt Leute, die dieses Thema auf bewundernswerte Art nach vorne gebracht habe - ob Asia Argento oder Rose McGowan, um zwei der bedeutendsten Personen zu nennen - und dieser Moment scheint uns zu entgleiten. Ich hoffe, wir können alles wieder aufleben lassen, weil es abzuflauen scheint. Wenn [Harvey] Weinstein leichte Beute zu sein scheint, wieso ist er dann nicht in einem Gerichtssaal? Die einzige Person, die hinter Gittern ist, ist [Bill] Cosby'', kritisiert er.

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19.07.2019 · 14:30 Uhr
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